4. Was wirklich geschah

Um zu erfahren, welche Seite recht hat oder der Wahrheit zumindest näher kommt, müssen wir zunächst die zeitgenössischen deutschen Dokumente untersuchen.

4.1.   Bis 1941: Die Reichsregierung fördert die jüdische Auswanderung

Die Judenpolitik der NSDAP zielte von Anfang an konsequent darauf ab, den jüdischen Einfluss in Deutschland zu beschneiden und möglichst viele deutsche Juden zur Auswanderung zu bewegen. Ersterem Ziel dienten die zahlreichen ab 1933 erlassenen Gesetze, die den Anteil der Juden an Anwälten, Ärzten etc. mittels Höchstquoten begrenzten und die wirtschaftlichen und politischen Rechte der Juden einengten. Dies geschah bis 1938 ohne Gewaltanwendung. Bis zur Kristallnacht vom 9. November 1938 kam kein Jude wegen seiner Abstammung in ein Lager. Wenn Juden in ein Konzentrationslager (KL) eingeliefert wurden, dann darum, weil sie militante politische Gegner der NS-Regierung (oder Kriminelle) waren.

Um die jüdische Auswanderung zu fördern, arbeiteten die Nationalsozialisten eng mit zionistischen Organisationen zusammen, die an der Auswanderung deutscher Juden nach Palästina interessiert waren. Diese Zusammenarbeit ist von etlichen Autoren wie Edwin Black,[1] Francis Nicosia[2] und Ingrid Weckert[3] dokumentiert worden.

Da die Briten die jüdische Einwanderung nach Palästina behinderten, verlief diese sehr schleppend, und die meisten Juden bevorzugten ohnehin andere Einwanderungsländer, etwa die USA. Doch auch diese legten der jüdischen Immigration Steine in den Weg.

Am 26. August 1938, fünf Monate nach dem Anschluss Österreichs, wurde in Wien eine “Zentralstelle für jüdische Auswanderung” unter der Führung Adolf Eichmanns gegründet. Am 11. Februar 1939 folgte die Gründung einer – von Reinhard Heydrich geleiteten – “Reichszentrale für jüdische Auswanderung” in Berlin,[4] und am 15. Juli 1939, nach der Schaffung des Protektorats Böhmen und Mähren, erhielt Eichmann von Göring den Befehl, auch in Prag eine solche Zentralstelle einzurichten.[5]

Mit dem Polenfeldzug geriet eine große Zahl polnischer Juden unter deutsche Herrschaft, so dass sich die “Judenfrage” nun nicht mehr durch Auswanderung lösen ließ. Am 24. Juni 1940 schrieb Heydrich an Außenminister Joachim Ribbentrop:[6]

“Seit Übernahme der Aufgabe durch meine Dienststelle am 1. Januar 1939 sind bisher über 200.000 Juden aus dem Reichsgebiet ausgewandert. Das Gesamtproblem – es handelt sich bereits um rund 3 1/4 Millionen Juden in den heute deutscher Hoheitsgewalt unterstellten Gebieten – kann aber durch Auswanderung nicht mehr gelöst werden. Eine territoriale Endlösung wird also notwendig.”

Die “Endlösung der Judenfrage” war also territorialer Natur!

4.2.   Die Massendeportationen in die besetzten Ostgebiete

Zunächst erwog die nationalsozialistische Führungsspitze die Verwirklichung des bereits 1885 von dem preußischen Politiker Paul Lagarde entworfenen und nach dem Ersten Weltkrieg von antijüdischen Kreisen mehrerer europäischer Länder aufgegriffenen Madagaskar-Plans, der die Umsiedlung der europäischen Juden nach Madagaskar vorsah.[7] Doch ließ sich dieser Plan nicht verwirklichen, denn es fehlte an Schiffen und die Briten kontrollierten die Seewege. Stattdessen sollten die Juden nun via das Generalgouvernement in die besetzten sowjetischen Ostgebiete abgeschoben werden. Der neue Kurs der NS-Judenpolitik wurde den höheren Parteichargen während der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 bekanntgegeben. Im Konferenzprotokoll hieß es unter anderem:[8]

“Auf Anordnung des Reichsmarschalls [Göring] wurde im Januar 1939 eine Reichszentrale für jüdische Auswanderung errichtet, mit deren Leitung der Chef der Sicherheitspolizei und des SD [Heydrich] betraut wurde. […] Inzwischen hat der Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei [Himmler] im Hinblick auf die Gefahren einer Auswanderung im Kriege und im Hinblick auf die Möglichkeiten des Ostens die Auswanderung der Juden verboten. Anstelle der Auswanderung ist nunmehr als weitere Lösungsmöglichkeit nach entsprechender vorheriger Genehmigung durch den Führer die Evakuierung der Juden nach dem Osten getreten.”

Dem hartnäckigen Mythos, wonach auf der Wannsee-Konferenz die Ausrottung der Juden beschlossen worden sein soll, hat der israelische Historiker Yehuda Bauer bereits 1992 den Gnadenstoß versetzt; er schrieb damals:[9]

“Die Öffentlichkeit wiederholt nach wie vor unermüdlich die alberne Geschichte, am Wannsee sei die Vernichtung der Juden beschlossen worden.”

Am 10. Februar 1942 hielt Fritz Rademacher, Leiter der jüdischen Abteilung im Außenministerium, in einem Schreiben an den Gesandten Harald Bielfeld fest:[10]

“Im August 1940 übergab ich Ihnen für Ihre Akten den von meinem Referat entworfenen Plan zur Endlösung der Judenfrage, wozu die Insel Madagaskar von Frankreich im Friedensvertrag gefordert, die praktische Durchführung der Aufgabe aber dem Reichssicherheitshauptamt übertragen werden sollte. […] Der Krieg gegen die Sowjetunion hat inzwischen die Möglichkeit gegeben, andere Territorien für die Endlösung zur Verfügung zu stellen. Demgemäß hat der Führer entschieden, daß die Juden nicht nach Madagaskar, sondern nach dem Osten abgeschoben werden. Madagaskar braucht somit nicht mehr für die Endlösung vorgesehen zu werden.”

Die ersten Deportationen in den Osten hatten bereits drei Monate zuvor stattgefunden, im November 1941. Für den Zeitraum von 8. November 1941 bis zum 28. November 1942 sind 66 Transporte belegt, mit denen insgesamt mindestens 66.210 deutsche, österreichische und tschechische Juden in die Ostgebiete überstellt wurden. Von diesen Transporten gelangten 40 nach Weißrussland, 23 nach Lettland, zwei nach Litauen und einer nach Estland.[11] Einer der ersten Holocaust-Historiker, der britisch-jüdische Autor Gerald Reitlinger, geht in seinem Buch Die Endlösung ausführlich auf diese Deportationen ein.[12] Vom Standpunkt der offiziellen Geschichtsversion aus sind sie völlig unerklärlich, denn dieser zufolge wurden ab Dezember 1941 sechs Vernichtungslager in Betrieb genommen. Im Oktober und November 1942, als die letzten dieser Transporte erfolgten, liefen laut den Holocaust-Historikern alle sechs Vernichtungslager auf Hochtouren. Warum wurden diese 66 Transporte also in die Ostgebiete statt in eine dieser Tötungsanlagen geschickt? Auf elementare Fragen dieser Art vermögen die Holocaust-Historiker keine Antwort zu geben.

Eine um das Vielfache größere Zahl von Juden wurden nicht direkt, sondern nach einem kurzen Aufenthalt in Durchgangslagern, die mit den erforderlichen Wasch- und Entlausungsanlagen sowie mit Baracken zur Speicherung der den Deportierten abgenommenen Habe ausgerüstet waren, in die Ostgebiete abgeschoben. Diese Durchgangslager waren:

  • Chelmno (zu deutsch Kulmhof) nordwestlich von Lodz (damals Litzmannstadt) im Warthegau, einem vor dem Krieg polnischen und nach der Zerschlagung des polnischen Staates von Deutschland annektierten Gebiet.
  • Die im Osten des Generalgouvernements gelegenen Lager Belzec, Sobibor und Treblinka.

Laut der Holocaust-Geschichtsschreibung waren diese Lager “reine Vernichtungslager”. Der Ausdruck “Vernichtungslager” entstammt allerdings dem Propagandavokabular der Alliierten und findet sich in keinem deutschen Dokument der Kriegszeit. Die erhaltenen Unterlagen widerlegen die orthodoxe These von “Vernichtungslagern” eindeutig:

  • Am 17. März 1942 verfasste Fritz Reuter, ein Angestellter im Amt des Generalgouverneurs des Distrikts Lublin, einen Vermerk, in dem er Bezug auf eine am Vortag mit dem SS-Hauptsturmführer Hermann Höfle, dem Beauftragten für die Judenumsiedlung im Lubliner Distrikt, geführte Unterredung nahm; er schrieb u. a.:[13]

    “Abschließend erklärte er [Höfle], er könne täglich 4 – 5 Transporte zu 1.000 Juden mit der Zielstation Belzec aufnehmen. Diese Juden kämen über die Grenze und würden nie mehr ins Generalgouvernement zurückkehren.”

  • Am 28. Juli 1942 schrieb Albert Ganzenmüller von der Reichsbahn an Himmlers Adjutant, SS-Obergruppenführer Karl Wolff:[14]

    “Seit dem 22. 7. fährt täglich ein Zug mit je 5.000 Juden von Warschau über Malkinia nach Treblinka.”

    Am 13. August antwortete Wolff:

    “Mit besonderer Freude habe ich von Ihrer Mitteilung Kenntnis genommen, daß nun schon seit 14 Tagen täglich ein Zug mit je 5.000 Angehörigen des auserwählten Volkes nach Treblinka fährt und wir doch auf diese Weise in die Lage versetzt sind, diese Bevölkerungsbewegung in einem beschleunigten Tempo durchzuführen.”

  • Am 5. Juli 1943 ordnete Himmler in einem Rundschreiben an das SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt und sieben andere Adressaten an:[15]

    “Das Durchgangslager Sobibor im Distrikt Lublin ist in ein Konzentrationslager umzuwandeln. In dem Konzentrationslager ist eine Entlaborierungsstation für Beutemunition einzurichten.”

Die Holocaust-Historiker erklären solche für sie genierliche Dokumente damit, dass sich die NS-Führer selbst in ihrer geheimen Korrespondenz einer “Tarnsprache” bedient hätten, in der “Durchgangslager” ein Deckwort für “Vernichtungslager”, “Bevölkerungsbewegung” ein Deckwort für “Tötung” und “über die Grenze kommen” ein Deckwort für “ausgerottet werden” war!

Aufschluss über das Ausmaß der Deportationen vermittelt ein Schlüsseldokument, der sogenannte Korherr-Bericht vom April 1943, laut dem bis Ende 1942 insgesamt 1.274.166 Juden “durch die Lager im Generalgouvernement” sowie 145.301 Juden “durch die Lager im Warthegau” “durchgeschleust” worden waren.[16] Ein erst im Jahre 2001 bekannt gewordenes Dokument, der “Höfle-Funkspruch”, bestätigt die Gesamtzahl von 1.274.166 bis Ende 1942 in die “Lager im Generalgouvernement” gelangten Juden und liefert Aufschluss darüber, dass von diesen Deportierten 24.733 nach “L.” (Lublin-Majdanek), 434.508 nach “B.” (Belzec), 101.370 nach “S.” (Sobibor) sowie 713.555 nach “T.” (Treblinka) geschickt worden waren.[17] Dies beweist, dass das als reguläres Konzentrationslager gegründete Lager Lublin-Majdanek zeitweise eine Zusatzfunktion als Durchgangslager besaß.

Während Chelmno und Belzec Ende 1942 geschlossen wurden, bestanden Treblinka und Sobibor noch bis zum Herbst 1943. 1943 gelangten maximal 86.000 Juden nach Treblinka[18] und maximal 69.000 nach Sobibor.[19] Schließlich diente auch Auschwitz parallel zu seiner Funktion als Arbeits- und Internierungslager zumindest zeitweilig als Durchgangslager. Die Zahl der von Auschwitz in die Ostgebiete überstellten Juden belief sich auf ca. 354.000.[20]

In ihrem Buch Sobibor. Holocaust-Propaganda und Wirklichkeit präsentieren Jürgen Graf, Thomas Kues und Carlo Mattogno eine große Zahl von Belegen für die Anwesenheit französischer, belgischer und niederländischer Juden in den besetzten Ostgebieten. Laut der orthodoxen Holocaust-Geschichtsschreibung sollen jedoch keine Juden aus diesen Ländern in die Ostgebiete gelangt sein.[21] Die drei Autoren stellen die Hypothese auf, dass die Sowjetregierung jenen westlichen Juden, welche die harten Bedingungen des Krieges überlebten, nach ihrer Befreiung von der deutschen Herrschaft die Heimkehr aus politischen Gründen verwehrt hat.[22]

Wir begnügen uns hier mit zwei Beispielen für die Anwesenheit westlicher Juden in Gebieten, wohin sie laut orthodoxer Geschichtsschreibung niemals gelangen konnten:

Herman Kruk, ein jüdischer Bibliothekar aus dem litauischen Wilna, vermerkte am 16. April 1943 in seinem Tagebuch, dass Gerüchten zufolge 19.000 niederländische Juden in der litauischen Kleinstadt Vievis eingetroffen waren, wo es ein Arbeitslager gab. Am 30. April erwähnte er eine große Zahl von Details, die beweisen, dass es sich keineswegs um Gerüchte handelte: Am Bahnhof von Wilna stünden Waggons mit Besitzgegenständen holländischer Juden; in den Schubladen habe die Lokalbevölkerung holländische Dokumente gefunden.[23] Es ist nicht der geringste Grund ersichtlich, weshalb Kruk diese Geschichte hätte erfinden sollen.

Im April 1944 vermeldete die kommunistische französische Untergrundzeitung Notre Voix folgendes:[24]

“Dankeschön! Eine Nachricht, die alle Juden Frankreichs freuen wird, wurde von Radio Moskau verbreitet. Wer von uns hat keinen Bruder, keine Schwester, keinen Verwandten unter den aus Paris Deportierten? Und wer wird keine tiefe Freude empfinden, wenn er daran denkt, dass 8.000 Pariser Juden von der glorreichen Roten Armee vom Tode gerettet worden sind? Einer von ihnen berichtete Radio Moskau, wie er vom Tode bewahrt wurde, ebenso wie 8.000 andere Pariser Juden. Sie befanden sich alle in der Ukraine, als die letzte sowjetische Offensive einsetzte, und die SS-Banditen wollten sie erschießen, bevor sie das Land verließen. Da sie aber wussten, welches Geschick ihnen zugedacht war, und weil sie erfahren hatten, dass die Sowjettruppen nicht mehr fern waren, beschlossen die deportierten Juden zu flüchten. Sie wurden sofort von der Roten Armee in Empfang genommen und befinden sich gegenwärtig allesamt in der UdSSR.”

Da auch in diesem Fall nicht der allergeringste Grund zu ersehen ist, weshalb sich das Untergrundblatt diese Geschichte aus den Fingern hätte saugen sollen (propagandistische Motive entfallen hier, da die Anwesenheit französischer Juden in der Ukraine nicht propagandistisch auszuschlachten war), betrachten wir diesen Artikel ebenso wie das Tagebuch Herman Kruks als ungemein starkes Indiz dafür, dass angeblich in Auschwitz oder Sobibor “vergaste” französische Juden von dort aus in die Ostgebiete geschickt wurde. Dies bestätigt die revisionistische These, wonach Sobibor ein Transitlager war und Auschwitz neben seiner Funktion als Arbeitslager auch diejenige eines Durchgangslagers besaß. Irgendwelche Hinweise darauf, dass zumindest ein Teil dieser holländischen und französischen Juden je in ihre Heimat zurückgekehrt ist, liegen nicht vor. Dies spricht für die Richtigkeit der von Graf, Kues und Mattogno aufgestellten These, dass die Sowjets den deportierten westlichen Juden die Heimkehr verwehrt haben.

Seit dem Erscheinen dieses Buchs hat der schwedische Forscher Thomas Kues weiteres Material zum Thema der angeblich “in Vernichtungslager vergasten” westlichen Juden in den besetzten Ostgebieten gesammelt.[25] Nach und nach berauben die Revisionisten die orthodoxen Historiker somit ihres letzten brauchbaren Arguments: Was ist denn aus den verschwundenen Juden geworden, wenn sie nicht vergast worden sind?

4.3.   Die Deportationen in die Konzentrationslager

Parallel zur Abschiebung der Juden in die Ostgebiete verfolgte die NS-Judenpolitik ab Anfang 1942 ein zweites Ziel: Die Ausbeutung der jüdischen Arbeitskraft. Ende Januar 1942 schrieb Himmler an KL-Inspektor Richard Glücks:[26]

“Richten Sie sich darauf ein, in den nächsten vier Wochen 100.000 männliche Juden und bis zu 50.000 Jüdinnen in die Konzen­trationslager aufzunehmen. Große wirtschaftliche Aufträge und Aufgaben werden in den nächsten Wochen an die Konzentrationslager herantreten.”

Am 30. April 1942 hielt SS-Obergruppenführer Oswald Pohl, Leiter des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamtes, in einem Schreiben an Himmler fest:[27]

“Der Krieg hat eine sichtbare Strukturänderung der Konzentrationslager gebracht und ihre Aufgabe hinsichtlich des Häftlingseinsatzes grundlegend verändert. Die Vermehrung von Häftlingen nur aus Sicherheits-, erzieherischen oder vorbeugenden Gründen allein steht nicht mehr im Vordergrund. Das Schwergewicht hat sich nach der wirtschaftlichen Seite hin verlagert. Die Mobilisierung aller Häftlingsarbeitskräfte (Rüstungssteigerung) und später für Friedensaufgaben schiebt sich immer mehr in den Vordergrund.”

Am 15. September 1942 trafen sich Reichsminister Albert Speer und Oswald Pohl zu einer Unterredung. Am Tag danach erstellte Pohl zu Händen Himmlers einen Bericht über das Treffen, in dem es unter anderem hieß:[28]

“Reichsminister Prof. Speer will […] kurzfristig den Einsatz von zunächst 50.000 arbeitsfähigen Juden in geschlossenen vorhandenen Betrieben mit vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten gewährleisten. Die für diesen Zweck notwendigen Arbeitskräfte werden wir in erster Linie in Auschwitz aus der Ostwanderung abschöpfen. […] Die für die Ostwanderung bestimmten arbeitsfähigen Juden werden also ihre Reise unterbrechen und Rüstungsarbeiten leisten müssen.”

Der Sinn dieser Sätze ist eindeutig: Von den nach Auschwitz deportierten Juden musste ein Teil die “Ostwanderung” unterbrechen und in Auschwitz Rüstungsarbeiten leisten; die anderen wurden sofort in die Ostgebiete abgeschoben. In der orthodoxen Geschichtsschreibung wurden diese nach Osten weitergeleiteten Juden zu “in Auschwitz unregistriert Vergasten”.

Die meiste Zeit über war die Sterblichkeit in den Lagern erschreckend hoch. Ein Großteil der Todesfälle ging auf Krankheiten zurück. Besonders gefürchtet war das Fleckfieber, das von der Laus übertragen wird. Zu deren Bekämpfung wurde vor allem das blausäurehaltige Insektizid Zyklon B verwendet.

In Auschwitz, dem größten KL, wütete das Fleckfieber im Sommer und Herbst 1942 besonders mörderisch. Ihren Höhepunkt erreichte die Epidemie zwischen dem 7. und dem 11. September, als im Schnitt 375 Häftlinge täglich starben. Bis in die erste Januarhälfte gelang es, die Sterblichkeit auf 107 Tote täglich zu verringern, doch bis Mitte März stieg sie wieder auf 298 Todesfälle pro Tag an.[29]

Die vor allem auf Krankheiten, aber auch auf schlechte Verpflegung und Bekleidung zurückzuführende extrem hohe Sterblichkeit in den Konzentrationslagern beeinträchtigte deren wirtschaftliche Effizienz natürlich aufs schwerste. Am 28. Dezember 1942 ordnete KL-Inspektor Glücks in einem Rundschreiben an alle Lagerkommandanten an:[30]

“Die ersten Lagerärzte haben sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, daß die Sterblichkeitsziffern in den einzelnen Lagern herabgehen. […] Die Lagerärzte haben mehr als bisher die Ernährung der Häftlinge zu überwachen. […] Der Reichsführer SS hat befohlen, daß die Sterblichkeit unbedingt geringer werden muß.”

Dieser Befehl blieb kein toter Buchstabe: Acht Monate später war die Sterblichkeit in den Lagern um mehr als 80% gesunken.[31]

Am 26. Oktober 1943 hielt Oswald Pohl in einer Direktive an sämtliche KL-Kommandanten fest:[32]

“In früheren Jahren konnte es im Rahmen der damaligen Erziehungsaufgaben gleichgültig sein, ob ein Häftling eine nutzbringende Arbeit leisten konnte oder nicht. Jetzt aber ist die Arbeitskraft der Häftlinge von Bedeutung, und alle Maßnahmen der Kommandeure, Führer des Versorgungsdienstes und Ärzte haben sich auf die Gesundhaltung und Leistungsfähigkeit der Häftlinge zu erstrecken.”

In den westlichen Lagern, wo die hygienischen Verhältnisse besser waren als im Osten, blieben die Todesraten bis Ende 1944 relativ niedrig, doch dann begann ein Massensterben, das bis Kriegsende Zehntausende von Opfern forderte. Angesichts des Vormarsches der Roten Armee wurden die östlichen Lager evakuiert und ihre Insassen nach Westen überstellt. In den überfüllten Lagern brachen Seuchen aus, die man nicht mehr unter Kontrolle brachte. Durch die alliierten Terrorbombardements brach die deutsche Infrastruktur zusammen, so dass Essen und Medikamente nicht mehr in die Lager gelangten. Der amerikanische Flieger Chuck Yeager schreibt in seinen Memoiren, sein Geschwader habe den Auftrag erhalten, alles zu beschießen, was sich bewege, denn:[33]

“Deutschland ließ sich nicht so einfach in unschuldige Zivilisten und Militärs unterteilen. Der Bauer auf seinem Kartoffelacker ernährte ja deutsche Truppen.”

Besonders furchtbare Verhältnisse fanden die einrückenden britischen Truppen im April 1945 in Bergen-Belsen vor, wo sie Tausende von unbestatteten Leichen und wandelnden Gerippen antrafen. Diese Fotos müssen in der Propaganda bis heute als Beweis für den Holocaust herhalten. Was waren die Fakten?

Der Kommandant von Bergen-Belsen, Josef Kramer, hatte heftig dagegen protestiert, dass seinem überfüllten Lager immer neue Häftlinge zugewiesen wurden, doch vergebens. In Belsen breitete sich das Fleckfieber aus, und der Seuchentod hielt reiche Ernte. Kramer hätte sich rechtzeitig absetzen können, wartete jedoch das Eintreffen der Briten ab und übergab ihnen das Lager. Hierfür bezahlte er teuer. Er wurde in der Presse als “Bestie von Belsen” angeprangert und hingerichtet.

Auch in den anderen westlichen Lagern starb ein unverhältnismäßig großer Teil der Opfer in den letzten Kriegsmonaten. In Dachau kamen nach den Dokumenten der Lagerverwaltung von Anfang 1940 bis Ende 1944 insgesamt 12.060 Häftlinge um, in den ersten vier Monaten des Jahres 1945 hingegen 15.389.[34] Noch nach der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner fanden über 2.000 Menschen den Tod.

Da der Holocaust, also die behauptete systematische Judenvernichtung, bereits Ende Oktober 1944 eingestellt worden sein soll, taugt das Massensterben in den westlichen Lagern in keiner Hinsicht als Beweis für die Ausrottungsthese, ganz abgesehen davon, dass Juden in all diesen Lagern außer Bergen-Belsen nur eine Minderheit der Häftlinge ausmachten. Diese Tragödie war die Folge des deutschen Zusammenbruchs und hatte mit einer Ausrottungspolitik nichts zu tun – sehr im Gegensatz zum alliierten Bombenkrieg gegen die deutsche und japanische Zivilbevölkerung. Allein die Zerstörung einer kleinen Stadt wie Pforzheim forderte an einem einzigen Tag, dem 23. Februar 1945, 17.600 Tote[35] – mehr, als in Dachau in 1.827 Tagen (fünf Jahren) umgekommen waren.

4.4.   Die Erschießungen an der Ostfront

Keinem Revisionisten fiele es ein zu bestreiten, dass viele Juden an der Ostfront erschossen worden sind, doch was “viele” bedeutet, lässt sich mangels zuverlässiger Dokumente nicht klären. (Auf die “Einsatzberichte”, die angeblich einen gigantischen Massenmord beweisen, kommen wir später zurück.) Diese Erschießungen waren in erster Linie eine brutale und unverhältnismäßige Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Partisanenkrieg, den die Sowjets hinter den deutschen Linien entfacht hatten und bei dem Juden eine verglichen an ihrem Anteil an der sowjetischen Bevölkerung unverhältnismäßig große Rolle spielten.

4.5.   Fazit

Die Juden haben während des Zweiten Weltkriegs aufs schwerste gelitten und mussten einen hohen Blutzoll entrichten. Doch in jedem Krieg leiden und sterben Menschen. Die 250.000 in Dresden in einer einzigen Nacht lebendig verbrannten oder unter Trümmern erstickten Menschen haben gelitten, ebenso wie die vielen hunderttausend Russen, die von 1941 bis 1944 im belagerten Leningrad verhungerten, und die 180.000 Polen, die bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes starben.

War das jüdische Leiden nun “einzigartig”, wie die Medien, die Politiker und die Hofhistoriker unermüdlich behaupten? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns nun der Beweislage für den behaupteten “Holocaust” zuwenden.

 

[1]     Edwin Black, The Transfer Agreement, New York/London 1994.

[2]     Francis Nicosia, Hitler und der Zionismus, Leoni 1989.

[3]     Ingrid Weckert, Auswanderung der Juden aus dem Dritten Reich, Kollund 1994.

[4]     Nürnberger Dokument NG-2586-A.

[5]     Hans G. Adler, Der Kampf gegen die “Endlösung der Judenfrage”, Bonn 1958, S. 8.

[6]     Nürnberger Dokument T-173.

[7]     Zum Madagaskar-Plan siehe Magnus Brechtkens, “Madagaskar für die Juden”. Antisemitische Idee und politische Praxis 1885-1945, München 1998; sowie Hans Jansen, Der Madagaskar-Plan. Die beabsichtigte Deportation der europäischen Juden nach Madagaskar, München 1997.

[8]     Nürnberger Dokument NG-2586-G.

[9]     Canadian Jewish News, 20. Januar 1992.

[10]    Nürnberger Dokument 5770.

[11]    Jürgen Graf, Thomas Kues, Carlo Mattogno, Sobibor. Holocaust-Propaganda und Wirklichkeit, Hastings 2010, S. 275.

[12]    Gerald Reitlinger, Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas, Berlin 1983, S. 100ff.

[13]    Jüdisches Historisches Institut Warschau (Hg.), Faschismus, Ghetto, Massenmord, Frankfurt a. M. 1960, S. 269ff.

[14]    Nürnberger Dokument NO-2207.

[15]    Nürnberger Dokument NO-482. Später nahm Himmler seine Anordnung zurück, Sobibor in ein Konzentrationslager umzuwandeln.

[16]    Nürnberger Dokument NO-5194, S. 9ff. Da es im Warthegau nur ein Durchgangslager gab (Chelmno), ist davon auszugehen, dass Korherr den Plural “durch die Lager im Warthegau” fälschlich verwendet hat, in Anlehnung an die vorhergehende Formulierung “durch die Lager im Generalgouvernement”.

[17]    Peter Witte, Stephen Tyas, “A new document on the deportation and murder of the Jews during ‘Einsatz Reinhardt’ 1942”, Holocaust and Genocide Studies, Nr. 3, Winter 2001.

[18]    J. Graf, T. Kues, C. Mattogno, aaO. (Anm. 30), S. 428.

[19]    Jules Schelvis, Vernietigingskamp Sobibor, Amsterdam 2008, S. 267.

[20]    J. Graf, T. Kues, C. Mattogno, aaO. (Anm. 30), S. 431.

[21]    Mit Ausnahme eines Transports französischer Juden nach Kaunas und Tallinn im Mai 1944. S. Klarsfeld, Le Mémorial de la Déportation des Juifs de France, Paris 1978; das Buch hat keine Seitennummerierung.

[22]    J. Graf, T. Kues, C. Mattogno, aaO. (Anm. 30), S. 452-457.

[23]    Herman Kruk, The last days of the Jerusalem of Lithuania. Chronicle from the Vilnius Ghetto and the camps 1939-1941, New Haven/New York 2002. (Übersetzung des jiddischen Originals.)

[24]    Adam Raisky, La presse antiraciste sous l’occupation hitlérienne, Paris 1950, S. 170. Ablichtung bei Jean-Marie Boisdefeu, La controverse sur l’extermination des juifs par les allemands, Band 2, “Réalités de la Solution Finale”, Berchem 2003.

[25]    T. Kues, “Evidence for the Evidence of ‘Gassed’ Jews in the Occupied Eastern Territories”, www.inconvenienthistory.com/archive/2010/volume_2/number_4/evid.

[26]    Nürnberger Dokument NO-500.

[27]    Nürnberger Dokument R-129.

[28]    Bundesarchiv Koblenz, NS 19/14, S. 131-133.

[29]    Jean-Claude Pressac, Die Krematorien von Auschwitz, München 1994, S. 193ff.

[30]    Archiwum Głównej Komisji Badania Zbrodni Przeciwko Narodowi Polskiemu Instytutu Pamieci Narodowej (Archiv der Zentralkommission zur Untersuchung der Verbrechen gegen das polnische Volk – Nationaldenkmal), Warschau, NTN, 94, S. 142f.; wiederholt mit anderen Worten am 20.1.1943, Nürnberger Dokument NO-1523.

[31]    Nürnberger Dokument PS-1469.

[32]    Archiwum Muzeum Stutthof, I-IB-8, S. 53.

[33]    Chuck Yeager, Yeager. An Autobiographie, New York 1985, S. 79.

[34]    Johann Neuhäusler, Wie war das in Dachau?, Dachau 1981, S. 27.

[35]    http:/de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Pforzheim_am_23._Februar_1945.