8. Zur Problematik der Zeugenaussagen

Jacques Baynac, ein antirevisionistischer französischer Historiker, schrieb 1996:[1]

“Für den wissenschaftlichen Historiker stellt eine Zeugenaussage nicht wirklich Geschichte dar. Sie ist ein Objekt der Geschichte. Und eine Zeugenaussage wiegt nicht schwer; viele Zeugenaussagen wiegen nicht viel schwerer, wenn kein solides Dokument sie abstützt. Das Postulat der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung, so könnte man ohne große Übertreibung sagen, lautet: Kein(e) Papier(e), keine nachgewiesenen Tatsachen. […] Entweder man gibt den Vorrang des Archivs auf, und in diesem Fall muss man die Geschichte als Wissenschaft disqualifizieren, um sie sogleich als Kunst einzustufen. Oder aber man behält den Vorrang des Archivs bei, und in diesem Fall muss man zugeben, dass der Mangel an Spuren das Unvermögen nach sich zieht, die Existenz der Menschentötungsgaskammern direkt zu beweisen.”

Anhand einiger leicht überprüfbarer Beispiele wollen wir nun zeigen, wie unzuverlässig eine auf Zeugenaussagen beruhende Geschichtsdarstellung ist.

8.1.   Die Schwindler “Benjamin Wilkomirski” und Elie Wiesel

Aus der Feder eines Schweizers namens Bruno Dössekker, der sich “Benjamin Wilkomirski” nannte, erschien 1995 ein Buch mit dem Titel Bruchstücke.[2] Der Verfasser behauptete, 1939 als Kind einer jüdischen Familie in Riga geboren worden zu sein. Nach ihrem Einmarsch in Lettland hätten ihn die Deutschen nach Majdanek und anschließend nach Auschwitz deportiert, wo er die Hölle auf Erden durchgemacht habe. Nach dem Krieg sei er von einer schweizerischen Familie adoptiert worden.

Bruchstücke wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und weltweit als besonders erschütterndes Zeugnis des Holocaust gepriesen. Doch 1998 veröffentlichte die Zürcher Weltwoche einen Artikel des Juden Daniel Ganzfried, der das Buch nach allen Regeln der Kunst demontierte.[3] “Wilkomirski” war als unehelicher Sohn einer Yvette Grosjean 1941 in der Schweiz geboren worden; Majdanek und Auschwitz hatte er erst lange nach dem Krieg als Tourist kennengelernt. Dass “Wilkomirski” diese demütigende Entlarvung hinnehmen musste, ging zweifellos darauf zurück, dass er Nichtjude ist und sich die Rolle eines jüdischen Holocaust-Überlebenden angemaßt hatte – vom jüdischen Standpunkt aus ein unverzeihlicher Frevel. Deshalb wurde beschlossen, den Betrüger zum Abschuss freizugeben und mit der Vollstreckung einen Juden zu beauftragen.

Ein weit prominenterer Zeuge als “Wilkomirski” ist der bekannteste aller “Holocaust”-Überlebenden, Elie Wiesel. In seinem Buch Legends of our time hatte dieser 1968 geschrieben:[4]

“Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses bewahren, des gesunden und männlichen Hasses gegen alles das, was der Deutsche verkörpert und was im Wesen des Deutschen liegt. Alles andere wäre Verrat an unseren Toten.”

Dieser Elie Wiesel erhielt den Friedensnobelpreis u. a. auf Antrag von 83 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zugesprochen. Die Preisverleihung, so die Parlamentarier, wäre eine große Ermutigung für all jene, die sich aktiv für die Versöhnung einsetzten.[5]

In seinem 1958 erschienenen Buch La Nuit beteuerte Wiesel, in Auschwitz Folgendes erlebt zu haben:[6]

“Nicht weit von uns entfernt loderten Flammen aus einer Grube hervor, riesenhafte Flammen. Man verbrannte dort irgendetwas. Ein Lastwagen fuhr ans Loch heran und schüttete seine Ladung hinein. Es waren kleine Kinder, Babys! Ja, ich hatte es gesehen, mit meinen eigenen Augen.”

Wiesels Buch ist von vielen Revisionisten als Beispiel für die Unzuverlässigkeit von Zeugenaussagen zitiert worden, doch dass nicht nur die Schauergeschichte von den lebendig verbrannten Babys, sondern Wiesels ganzer Aufenthalt in Auschwitz eine reine Erfindung ist, hat erst C. Mattogno im Jahre 2010 nachgewiesen.[7]

Der 1928 geborene Wiesel behauptet in La Nuit, 1944 aus der siebenbürgischen Stadt Máramarossziget nach Auschwitz deportiert worden zu sein, wo man ihm die Häftlingsnummer A-7713 eintätowiert habe. Seinen zweiten Tag in Auschwitz schildert er als “schönen Apriltag”. Die Judendeportation aus Máramarossziget erfolgte jedoch nicht im April, sondern am 28. Mai 1944, und die Häftlingsnummer A-7713 wurde einem anno 1913 geboren jüdischen Häftling namens Lazar Wiesel zugeteilt. (Dass sich Elie Wiesel stets hartnäckig geweigert hat, seine Tätowierung zu zeigen, kommt einem Schuldbekenntnis gleich.) Elie Wiesels Schilderung von Auschwitz ist so verschwommen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, irgendeinen Sektor des Lagers wiederzuerkennen, und wo er konkrete Vorgänge im Detail beschreibt, begeht er einen groben Fehler nach dem anderen.

Die Entlarvung des Betrügers “Wilkomirski” konnte die Holocaust-Lobby noch verkraften. Eine Demaskierung des Betrügers Wiesel wäre für sie jedoch eine ungeheuerliche Katastrophe, weil die Glaubwürdigkeit von Holocaust-Zeugen hierdurch unwiderruflich erschüttert würde. Deshalb werden die gleichgeschalteten Medien diesen frechsten aller Holocaust-Lügner bis zuletzt eisern decken.

8.2.   Der “Todesengel von Auschwitz” oder wie man aus dem Nichts ein Monstrum schafft

In der Auschwitz-Mythologie nimmt der “Todesengel” Dr. med. Josef Mengele einen Ehrenplatz ein. Er führte an der Rampe von Birkenau Selektionen für die Gaskammern durch und pfiff dazu Mozart- und Wagnermelodien. Er verätzte die Augen von Zigeunerhäftlingen mit Säure, um zu erforschen, ob sie dann blau würden.[8] Er hatte in seinem Laboratorium Dutzende menschlicher Augen wie Schmetterlinge auf Nadeln an die Wände gespießt.[9] Er nähte Zwillingskinder mit dem Rücken aneinander, damit sie siamesische Zwillinge würden.[10] Unzählige ehemalige Auschwitz-Häftlinge schildern in ihren Memoiren, wie sie bei der Selektion durch Dr. Mengele dem Tod nur um ein Haar entkamen.

Erfinder der Mengele-Legende war der ungarische Jude und ehemalige Auschwitz-Häftling Dr. Miklos Nyiszli, der in einem 1947 in Ungarn erschienenen und später in mehrere westliche Sprachen übersetzten Buch behauptet, in Auschwitz Mengeles Assistent gewesen zu sein.[11] Laut diesem Nyiszli wurden in Auschwitz Tag für Tag 20.000 Menschen in den Krematorien vergast und weitere 6.000 in einem Wald erschossen oder lebendig verbrannt. Zählt man seine Opferzahlen zusammen, so kommt man auf mindestens 18 Millionen.[12]

Ein “Nazi-Jäger”, der Jude Efraim Zuroff, wundert sich darüber, dass Dr. Mengele “bei der Befragung ehemaliger Auschwitz-Häftlinge in der unmittelbaren Nachkriegszeit keinesfalls als das Ungeheuer erschien, als das er heute dargestellt wird”. Die Befragungen seien überraschend gewesen, weil daraus “deutlich zu sehen war, dass der Mengele von 1985, der zum Symbol des Bösen und zur Personifizierung der Perversion der Wissenschaft geworden war, im Jahre 1947 diesen Ruf nicht hatte”.[13] Einen Kommentar hierzu schenken wir uns.

Wie man einer Internet-Biographie entnehmen kann, wanderte Dr. Mengele nach dem Krieg nach Argentinien aus. 1957 machte er Urlaub in der Schweiz und beantragte unter eigenem Namen einen neuen deutschen Pass, der ihm anstandslos ausgehändigt wurde. Erst nach der Entführung Adolf Eichmanns im Jahre 1960 begann er sich in Argentinien unsicher zu fühlen; er wanderte nach Paraguay und später nach Brasilien aus, wo er 1979 beim Baden ertrank.[14]

Wie die polnische Historikerin Helena Kubica mitteilt, hatte Mengele in Auschwitz einen Kindergarten für Zigeunerkinder gegründet:[15]

“Die als Kindergarten genutzten Baracken waren in einem etwas besseren Zustand als die restlichen, mit farbigen Bildern geschmückt, die Märchenszenen darstellten. […] Das Gelände hinter Baracke 31 wurde umzäunt; dort richtete man einen Kinderspielplatz mit Sandkasten, Karussell, Schaukeln und Turngeräten ein.”

Dies, so H. Kubica, habe “Propagandazwecken” gedient. Für wen diese Propaganda wohl bestimmt gewesen sein mag (Journalisten wurden natürlich nicht nach Auschwitz eingeladen!), teilt sie ihren Lesern nicht mit. Zu solch lächerlichen Erklärungen müssen die Hofhistoriker notgedrungen greifen, um ihre monströsen Phantasien zu rechtfertigen.

8.3.   Das Debakel des Kronzeugen Rudolf Vrba beim ersten Zündel-Prozess (1985)

1985 fand in Kanada ein Prozess gegen den deutschen Revisionisten Ernst Zündel statt, der aufgrund eines archaischen Gesetzes wegen “Verbreitung falscher Nachrichten” angeklagt war. Das Verfahren endete mit einer Verurteilung Zündels zu 18 Monaten Haft. Drei Jahre später wurde die Strafe im Berufungsverfahren auf 15 Monate verringert; 1992 sprach der oberste kanadische Gerichtshof Zündel frei und erklärte das Gesetz, das als Grundlage für seine Verurteilung gedient hatte, für verfassungswidrig.[16]

Beim ersten Prozess trat als Zeuge der Anklage der bereits erwähnte slowakischstämmige Jude Rudolf Vrba in den Zeugenstand. In seinem 1944 gemeinsam mit Alfred Wetzler verfassten Bericht[17] hatte er u. a. behauptet, im März 1943 sei in Birkenau das erste Krematorium in Anwesenheit hoher Funktionäre mit der Vergasung von 8.000 Juden eingeweiht worden. 1964 schrieb Vrba ein Buch mit dem Titel I cannot forgive, in dem er die Eröffnung des ersten Birkenauer Krematoriums unverständlicherweise auf den Januar 1943 datierte, obgleich sie tatsächlich im März erfolgt war. Diesmal begnügte er sich mit 3.000 bei diesem Festakt Vergasten, behauptete dafür aber, der Reichsführer SS Heinrich Himmler habe dem Massenmord persönlich beigewohnt.[18] (Dass Himmler Auschwitz zum letzten Mal im Juli 1942 aufgesucht hat, störte Vrba offenbar nicht im Geringsten!) Nachdem Vrba in den Zeugenstand getreten war, wurde er von Zündels Anwalt Douglas Christie erbarmungslos ins Kreuzverhör genommen:[19]

Christie: Ich möchte Sie fragen, ob Sie sagen wollen, dass Sie ihn [Himmler] tatsächlich im Januar 1943 haben ankommen sehen, oder ist dies nur…

Vrba: Im September 1943 oder im Januar?

Christie: Nun, im Buch steht, im Januar 1943.

Vrba: Nein, ich sah ihn im Juli 1943 und dann einmal 1943 [sic].

Christie: Hier steht aber Januar 1943.

Vrba: Dann liegt ein Irrtum vor.

Christie: Ein Irrtum?

Vrba: Ja.

Christie: Aber Sie sahen ihn bei dieser Gelegenheit ankommen?

Vrba: Beim ersten Mal sah ich ihn ankommen. […] Er kam aus Höflichkeit einen Schritt näher. […] Beim zweiten Mal aber sah ich ihn in einem Auto, dem gleichen wie beim ersten Mal. Er fuhr einen schwarzen Mercedes und war von all den Schranzen umschwärmt, die ihn zu begleiten pflegten. Ich sah ihn nur etwa aus 600 Yard Entfernung, und ich hörte, er sei es, aber er kam diesmal nicht zu mir, um mir die Hand zu schütteln und sich vorzustellen. Vielleicht war er es wirklich, vielleicht war es nur ein Stellvertreter, und ich glaube nicht, dass das einen großen Unterschied macht. […]

Christie: Und Sie erzählen diesem Gericht, dass Sie Heinrich Himmler tatsächlich gesehen haben, wie er durch die Tür einer Gaskammer spähte, nicht wahr?

Vrba: Nein, ich habe nicht behauptet, ich sei anwesend gewesen, als er durch die Gaskammertür spähte, aber ich habe eine Geschichte zusammengesetzt, die ich viele Male von verschiedenen Leuten gehört habe. […]

Christie: Aber in Ihrem Buch schreiben Sie doch, Sie hätten das alles gesehen, und Sie erwähnen nicht, dass Sie die berichtete Geschichte von anderen gehört haben.

Vrba: In diesem besonderen Fall habe ich erzählt, was ich von anderen hörte.”

Vrba beharrte darauf, mit eigenen Augen gesehen zu haben, wie 150.000 französische Juden in den Krematorien von Birkenau verschwanden, worauf ihn Christie darauf aufmerksam machte, dass nach Serge Klarsfelds Standardwerk Le mémorial de la déportation des juifs de France insgesamt 75.721 Juden aus Frankreich deportiert worden waren (und nicht alle nach Auschwitz).40

Das Debakel des Erzlügners Vrba hat der Glaubwürdigkeit von “Gaskammerzeugen” einen fürchterlichen Schlag versetzt.

 

[1]     J. Baynac, “Fautes de documents probants sur les chambres à gaz, les historiens esquivent le débat” (Mangels beweiskräftiger Dokumente über die Gaskammern drücken sich die Historiker vor der Debatte), Le Nouveau Quotidien, Lausanne, 3. September 1996.

[2]     Benjamin Wilkomirski, Bruchstücke, Berlin 1995.

[3]     Daniel Ganzfried, “Die geliehene Holocaust-Biographie”, Weltwoche, 27. August 1998.

[4]     Zitiert nach Robert Faurisson, A prominent false witness Elie Wiesel, Broschüre ohne Jahresangabe; www.vho.org/aaargh/engl/FaurisArch/RF861017.html; www.ihr.org/leaflets/wiesel.shtml.

[5]     The Week in Germany, 31. Januar 1986, zitiert nach R. Faurisson, ebenda.

[6]     Elie Wiesel, La Nuit, Editions de Minuit, Paris 1958, S. 57ff.

[7]     www.revblog.codoh.co/2010/02/elie_wiesel_the_most_authoritative_witness_of_the-Shoa/.

[8]     Ciné-Revue, Belgien, 18. Oktober 1984.

[9]     J.-P. Langelier, “Les jumeau-cobayes d’Auschwitz témoignent à Jerusalem”, Le Monde, 10./11. Februar 1986, S. 4.

[10]    La Montagne, 5. Februar 1985, S. 8.

[11]    Miklos Nyiszli, Auschwitz. A doctor’s eyewitness account, New York 1961.

[12]    Jürgen Graf, Auschwitz: Tätergeständnisse und Augenzeugen des Holocaust, Würenlos 1994, “Zeugenaussage 27, Miklos Nyiszli”.

[13]    E. Zuroff, Beruf; Nazijäger, Freiburg 1996, S. 127-129.

[14]    www.dhm.de/lemo/html/Biografien/MengeleJosef/index.html.

[15]    H. Kubica, “Dr. Mengele und seine Verbrechen in Auschwitz”, Hefte von Auschwitz, Nr. 20/1997, S. 381.

[16]    Robert Lenski, Der Holocaust vor Gericht, 2. Aufl., Uckfield 2010; Barbara Kulaszka, Did six million really die?, Toronto 1992.

[17]    Siehe Kapitel 5.4.

[18]    Rudolf Vrba, I cannot forgive, Toronto 1964, S. 10ff.

[19]    Protokoll des ersten Zündel-Prozesses, Toronto.