11. Majdanek

Bei unseren Ausführungen zu Majdanek stützen wir uns hauptsächlich auf die bisher einzige seriöse Monographie zu diesem Lager, das von Jürgen Graf und Carlo Mattogno verfasste Buch KL Majdanek. Eine historische und technische Studie.[1]

Das am Rande der ostpolnischen Stadt Lublin gelegene KL Maj­danek bestand von Oktober 1941 bis Juli 1944. Aufgrund der bis Herbst 1943 miserablen hygienischen Bedingungen (die Stadtverwaltung von Lublin hatte den Anschluss des Lagers an die städtische Wasserleitung verboten, um Wasserknappheit in der Stadt zu verhindern) grassierten in Majdanek allerlei Epidemien, mit dem Ergebnis, dass es zeitweise die weitaus höchsten Todesraten aller Lager aufwies. Im August 1943 belief sich die monatliche Sterblichkeit bei den männlichen Häftlingen auf sage und schreibe 7,67%, bei den weiblichen Häftlingen auf 4,41%.[2]

Ende 1943 wurde Majdanek in ein Krankenlager umgewandelt, aus dem Patienten aus vielen anderen KLs eintrafen, darunter auch aus Auschwitz. (Wozu diese unnützen Transporte Arbeitsunfähiger von einem “Todeslager” ins andere?) Eine Ausrottung dieser Kranken wird allerdings von niemandem behauptet, wohl aber sollen die Deutschen in Majdanek am 4. November 1943 18.000 und in zweien seiner Nebenlager weitere 24.000 Rüstungsarbeiter (!) erschossen haben. Der einzige “Beweis” für diesen angeblichen Massenmord an dringend benötigten Arbeitskräften sind wie üblich Zeugenaussagen und erpresste Geständnisse der Tatverdächtigen.[3]

Hatten die Sowjets beim Nürnberger Prozess noch 1,5 Millionen in Majdanek umgekommene Häftlinge geltend gemacht, so reduzierten die polnischen Historiker die Todesziffern im Verlauf der Jahrzehnte immer mehr, und im Jahre 2005 sprach der Leiter der Gedenkstätte Majdanek, Tomasz Kranz, noch von 78.000 Opfern des Lagers (siehe Kapitel 5.2.). Zum Vergleich: In ihrer erwähnten Studie hatten Graf und Mattogno sieben Jahre zuvor eine Opferzahl von 42.200 errechnet.

Auch die Zahl der angeblichen Gaskammern des Lubliner Lagers wurde von Kranz nach unten revidiert. Im August 1944 hatte eine polnisch-sowjetische Kommission “ermittelt”, dass es in Majdanek sechs Gaskammern gegeben hatte. Später fügten die Polen noch eine siebte Gaskammer hinzu. Von diesen sieben Kammern anerkennt Kranz heute nur noch drei.[4] Wie im Fall der Opferzahl unternimmt er offenbar auch im Fall der Gaskammern einen verzweifelten Versuch, unnützen Ballast abzuwerfen und von der Legende vom Vernichtungslager zu retten, was noch zu retten ist.

Die drei Gaskammern, an denen Kranz festhält, waren waschechte Zyklon B-Entlausungskammern, was sich sowohl der erhaltenen Dokumentation als auch der starken Blaufärbung der Wände entnehmen lässt.[5] Dass sich diese Räume aus bautechnischen Gründen nicht zur Tötung von Menschen eigneten, hat Mattogno in dem von ihm gemeinsam mit Graf verfassten Buch ausführlich nachgewiesen.

Allein schon die Tatsache, dass aus Majdanek nach offiziellen polnischen Quellen 20.000 Häftlinge entlassen wurden,[6] versetzt dem Mythos vom Vernichtungslager den Todesstoß. Da das Gebäude, in dem sich die Gaskammern befunden haben sollen, in Sichtweite der Häftlinge lag, hätten sich Vergasungen keinen Augenblick lang geheim halten lassen. Die freigelassenen Häftlinge hätten über den Massenmord gesprochen, und die Nachricht davon hätte sich wie ein Lauffeuer über ganz Polen und über dessen Grenzen hinaus verbreitet. Dies hätte ganz gewiss nicht im Interesse der Deutschen gelegen!

Im Fall Majdanek liegt der Bankrott der offiziellen Geschichtsschreibung so klar auf der Hand, dass er sich nicht mehr vertuschen lässt.

 

[1]     J. Graf, C. Mattogno, KL Majdanek. Eine historische und technische Studie, 2. Aufl., Hastings 2004.

[2]     Nürnberger Dokument PS-1469.

[3]     J. Graf, C. Mattogno, aaO. (Anm. 216), Kapitel 9.

[4]     T. Kranz, “Massentötungen durch Giftgase im Konzentrationslager Majdanek”, in: G. Morsch, B. Perz (Hg.), aaO. (Anm. 3), S. 221ff.

[5]     J. Graf, C. Mattogno, aaO. (Anm. 216), Kapitel 6.

[6]     Anna Wiśniewska, Czesław Rajca, Majdanek. Lubielski obóz koncentracyjny, Lublin 1996, S. 32.