Der erste Holocaust: Der verblüffende Ursprung der Sechs-Millionen-Zahl
Dokumentarfilm
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Published: 2016-07-21

Die meisten Leute glauben, dass etwa sechs Millionen Juden vom nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkriegs in einem Ereignis umgebracht wurden, das allgemein als der Holocaust bezeichnet wird. Aber seit wann kennen wir diese Sechs-Millionen-Zahl? Die häufigste Antwort darauf ist, dass diese Zahl nach dem Zweiten Weltkrieg vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg festgestellt wurde.

Obwohl es stimmt, dass die Sechs-Millionen-Zahl von diesem Tribunal zur unanzweifelbaren Wahrheit erklärt wurde, ist die Zahl dennoch wesentlich älter. Dieses Buch zeigt, dass diese Zahl auf das späte 19. Jahrhundert zurückgeht, als jüdische Interessensgruppen das zaristische Russland wegen seiner antijüdischen Haltung angriffen. Sie beschuldigten Russland, die sechs Millionen russischen Juden zu unterdrücken, zu verfolgen und eine “Lösung” der “Judenfrage” eingeführt zu haben, die angeblich aus unverhohlener Ausrottung bestand. Behauptungen, dass sechs Millionen Juden in Europa dermaßen litten, dass Millionen bereits gestorben seien und weitere Millionen langsam dahinsiechten, erreichten erstmals während Spendenkampagnen einen Höhepunkt, die während und nach dem ERSTEN Weltkrieg durchgeführt wurden. Die New York Times war das Hauptorgan für derlei Propaganda, für die wohlbekannte Schlagworte benutzt wurden wie etwa “Vernichtung”, “Ausrottung” und sogar der Begriff “Holocaust.”

Obwohl diese Propagandaübertreibungen über jüdisches Leiden in den 1930er Jahren nachließen, hörten sie nie ganz auf und gewannen während des Zweiten Weltkriegs wieder an Schwung. Diese Propaganda stieg nach Deutschlands Zusammenbruch sprunghaft an, als die Siegermächte die Gelegenheit nutzten, diese Propaganda zu ihren Gunsten einzusetzen.

Don Heddesheimers Buch enthüllt ein jüdisch-zionistisches Propagandamuster, dass seit dem späten 19. Jahrhundert eingesetzt wurde – zuerst gegen das zaristische Russland, dann für die sowjetische Revolution, als nächstes gegen Nazi-Deutschland und schließlich seither zugunsten Israels.

Dieser Dokumentarfilm basiert auf Don Heddesheimers Buch Der erste Holocaust: Der verblüffende Ursprung der Sechs-Millionen-Zahl. Es ist als gedrucktes Buch erwerbbar oder als kostenlose PDF- bzw. Kindle-Datei herunterladbar unter
http://holocausthandbuecher.com/index.php?page_id=6

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Der erste Holocaust

Sechs Millionen Juden starben im Holocaust – wir alle “wissen” das, nicht wahr? Aber woher wissen wir das? Und seit wann wissen wir davon? Der folgende Vortrag basiert auf dem Buch Der erste Holocaust von Don Heddesheimer, das sich mit dem verblüffenden Ursprung der Sechs-Millionen-Zahl” befasst. Dieses Buch ist Band 6 der Serie Holocaust Handbücher, einer stetig wachsenden Reihe bahnbrechender Forschung in das größte Tabu unserer modernen Gesellschaft. Das Buch wurde erstmals im Jahr 2003 von Castle Hill Publishers veröffentlicht, und ist derzeit in seiner 2. Auflage von 2018 verfügbar.

Dieser Vortrag ist in drei Teile gegliedert. Teil eins versucht eine Antwort auf die Frage zu finden, seit wann die Welt weiß, dass sechs Millionen im Holocaust gestorben sind. Historiker verweisen normalerweise auf die alliierten Nachkriegstribunale in Nürnberg als Ursprung der Behauptung, dass sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis ermordet wurden. Hier werden wir diese symbolische Zahl zurückverfolgen, und zwar beginnend mit den Nürnberger Prozessen 1946, bis zurück in die Zeit zu Hitlers Machtergreifung im Jahr 1933.

Im zweiten Teil machen wir einen großen Sprung in die Vergangenheit, als die Sechs-Millionen-Zahl zum ersten Mal benutzt wurde, und dann werden wir eine große Zahl von Medienberichten durchforsten, die behaupteten, dass Juden in Osteuropa vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg litten. Ja, der Erste, nicht der Zweite!

Im dritten und letzten Teil werde ich einen Überblick über das Auftauchen der Sechs-Millionen-Zahl in den Massenmedien über eine Zeitspanne von über einem Jahrhundert geben, und nach einer Zusammenfassung unseres Themas werde ich kurz erörtern, was das alles bedeutet.

Teil 1: Seit wann wissen wir es?

Zuerst wollen wir uns anschauen, was uns die Fachleute sagen, warum wir wissen, dass sechs Millionen gestorben sind. Wenn wir tiefer in diese Materie blicken, so ergibt sich überraschenderweise, dass Fachhistoriker bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg zu diesem Thema erklärt haben, dass wir das eigentlich gar nicht wissen. Als zum Beispiel 1979 der angesehene deutsche Historiker Dr. Martin Broszat, der damals einer der weltweit führenden Historiker zum Dritten Reich war, diesbezüglich während eines Prozesses gefragt wurde, erklärte er, dass die Sechs-Millionen-Zahl eher eine symbolische Zahl sei als eine, die von solider demographischer Forschung abgestützt sei.[1] Tatsächlich dauerte es bis Anfang der 1990er Jahre, bis etablierte Holocaust-Historiker eine Studie veröffentlichten, die vorgibt, die Frage gründlich zu untersuchen, wie viele Juden dem “Holocaust” zum Opfer gefallen sind. Der Titel des Buches ist Dimension des Völkermords.[2] Es wurde unter der Leitung von Dr. Wolfgang Benz geschrieben, der damals ausgerechnet ein Professor für Antisemitismusstudien in Berlin war. Das Buch wurde bisher nicht in andere Sprache übersetzt. In der Tat war dieses Buch eine Reaktion auf eine “revisionistische” Studie von 1983, welche die Zuverlässigkeit der Sechs-Millionen-Zahl in Frage gestellt hatte.[3] Das Titelbild der aktuellen Ausgabe dieser Studie ist hier rechts abgebildet. In ihrem Versuch, diese böse revisionistische Studie zu widerlegen, hatten Benz und seine Kollegen Glück, denn ihre Forschung bestätigte, was schon immer bekannt war. Er fasst es auf Seite 17 dieses Buches zusammen, wo er schreibt:

“In der Gesamtbilanz ergibt das ein Minimum von 5,29 und ein Maximum von knapp über sechs Millionen [jüdischen Opfern des Holocaust].”

In einem Versuch, jegliche Skepsis gegenüber diesem glücklichen Fund zu unterdrücken, behauptet Benz drei Seiten weiter:

“Selbstverständlich hatte das Projekt auch nicht den Zweck, irgendwelche vorgegebenen Zahlen (‘Sechs Millionen’) zu beweisen.”

Solch ein unverlangtes Dementi macht skeptische Köpfe freilich erst recht argwöhnisch, aber wir werden das hier nicht weiter analysieren.

Man geht üblicherweise davon aus, dass das 1945 und 1946 abgehaltene Internationale Militärtribunal in Nürnberg der Ursprung der Behauptung ist, sechs Millionen seien dem Holocaust zum Opfer gefallen. Tatsächlich haben zwei Zeugen während des Prozesses Behauptungen in dieser Hinsicht aufgestellt: Da ist zunächst Wilhelm Höttl, rechts abgebildet. Höttl war ein deutscher Geheimdienstagent, dessen eidesstattliche Erklärung dem Gericht vorgelegt wurde (IMT-Dokument 2738-PS). Man findet es ab Seite 85 von Band 31 des veröffentlichten Prozessprotokolls. Die Erklärung ist auf Deutsch, und seine entscheidende Passage lautet wie folgt:

[Eichmann hat mir gesagt] In den verschiedenen Vernichtungslagern seien etwa vier Millionen Juden getoetet worden, waehrend weitere zwei Millionen auf andere Weise den Tod fanden.”

In seiner 1997 erschienenen Autobiographie, deren Umschlag rechts abgebildet ist, bestätigte Höttl, diese Zahl von Eichmann gehört zu haben.[4]

Der zweite Nürnberger Zeuge war Dieter Wisliceny. Er ist der Kerl, den ich auf dem Bild mit einem roten Pfeil markiert habe. Während des Krieges war er ein deutscher Funktionär, der Adolf Eichmann bei der Aufgabe unterstützte, die Juden zu deportieren. Er trat während des Nürnberger Prozesses als Zeuge in den Zeugenstand. Seine Aussage befindet sich in Band 4 der IMT-Protokolle, und die Passage, die uns hier interessiert, ist auf Seite 371, wo es heißt:

“Er [Adolf Eichmann] sagte, er würde lachend ins Grab springen, denn das Gefühl, dass er 5 Millionen Menschen auf dem Gewissen habe, sei für ihn eine Quelle außerordentlicher Befriedigung.”

Man beachte, dass Wisliceny die Sechs-Millionen-Zahl um eine Million verpasst.

Da Eichmann nach dem Krieg auf der Flucht war, ist spekuliert worden, er habe während der Nürnberger Prozesse als willkommener Sündenbock gedient. Eichmann wurde jedoch 15 Jahre später selbst vor Gericht gestellt, nachdem er 1961 von Agenten des Mossad aus seinem argentinischen Exil entführt worden war. Als er während dieser Verhandlung gefragt wurde, ob die Juden, die er deportieren ließ, wussten, was sie erwartete, machte er einige ziemlich erstaunliche Bemerkungen. Dieser Prozess wurde tatsächlich gefilmt, und das Filmmaterial ist online auf YouTube und anderswo einzusehen. Hören wir uns diese interessante Passage an:[5]

„Die Leute draußen, die haben das lange nicht gewusst. Ich selber wusste es ja auch nicht, ob diese Transporte zum Beispiel, wenn sie ins Generalgouvernement fuhren, dann wusste ich, dass ihnen überhaupt nichts passierte, solange Globocnik [dort] nicht gearbeitet hatte. Fuhren sie nach Auschwitz, so ist es ja klar, dass hier das Gros in die Arbeit überführt wurde. Auch mich hat man im Unklaren gelassen, wieviel oder wer etwa getötet wird. Ich habe mich allerdings auch nicht darum gekümmert, denn es ist nicht mein Aufgabenbereich gewesen. Es lässt sich nicht leugnen, dass ich durch die Tatsache meiner befohlenen Reisen nach dem Osten von den Sachen gewusst habe.“

Hier ist eine Randnotiz angebracht. Wenn man sich das Filmmaterial anschaut, merkt man, dass jedes Mal, wenn es zwischen Eichmann und dem Richter oder dem Staatsanwalt ein Sprachproblem gibt, sie alle auf makelloses, akzentfreies Deutsch umschalten. Wie der Angeklagte so waren sowohl der Ankläger als auch der Vorsitzende Richter Deutsche. Das war also ein Prozess unter Deutschen, von denen einer einst bei der Verfolgung seiner Landsleute geholfen hatte. Interessanterweise erwähnt Eichmann kurz nach der Szene, die wir gerade gesehen haben, dass er über einige Aspekte des Holocaust etwas erfahren hat, indem er Gerald Reitlingers Buch Die Endlösung gelesen habe, was den Verdacht aufkommen lässt, dass seine eigenen Erinnerungen und damit seine Aussage von dem verunreinigt wurde, was er nach dem Krieg gelernt hat. Aber wir werden darauf hier nicht eingehen, denn das würde uns zu weit vom Thema abbringen.

Wenn wir jedoch tiefer in die Materie blicken, ergibt sich ein etwas anderes Bild. Bei der Recherche für sein Buch Nürnberg: Die letzte Schlacht durchforstete der umstrittene britische Historiker David Irving viele Archive und persönliche Aufzeichnungen von Personen, die an diesen Prozessen beteiligt waren. Er fand heraus, dass sich der Mann, der den Prozess organisierte, der US-Oberstaatsanwalt Robert Jackson, im Juni 1945, also bevor der Prozess begann, mit drei Anwälten traf, die wichtige einflussreiche jüdische Organisationen vertraten. Jackson wollte deren Ansicht zum bevorstehenden Prozess hören. Bezüglich der jüdischen Bevölkerungsverluste fragte Jackson sie geradeheraus:[6]

“Wie groß waren diese [jüdischen] Verluste?”

Einer dieser Anwälte, Dr. Robinson, antwortete spontan:

“Sechs Millionen.”

Aber wie konnte er das wissen?

Das Geheimnis vertieft sich, wenn wir weiter in die Vergangenheit zurückgehen. Schon im Dezember 1944, als die Alliierten drauf und dran waren, in Deutschland einzumarschieren, schrieb der sowjetische Propagandist Ilja Ehrenburg in der sowjetischen englischsprachigen Zeitung Soviet War News in dem hier abgebildeten Artikel, Zitat (22.12.1944, S. 4f.):

“In Gebieten, die sie besetzten, töteten die Deutschen alle Juden, von den Alten bis zu den Säuglingen in den Armen. Frage irgendeinen deutschen Gefangenen, warum seine Landsleute sechs Millionen unschuldige Menschen vernichtet haben, und er wird schlicht antworten: ‘Nun, sie waren Juden.’”

Das ist nicht das einzige Mal, dass diese symbolische Zahl in dieser Propagandazeitung für englischsprachige Leser veröffentlicht wurde. Sie wurde in den Ausgaben vom 4. Januar und 15. März 1945 wiederholt. Wir lesen dort, Zitat:

“Die Welt weiß jetzt, dass Deutschland sechs Millionen Juden getötet hat.”

Diese Artikel wurden vom deutschen Historiker Dr. Joachim Hoffmann wiederentdeckt, der sie im Anhang zu seinem Buch Stalins Vernichtungskrieg reproduziert hat, siehe hier rechts die Umschläge der englischen und deutschen Ausgabe.[7] Hier stellt sich die gleiche Frage: Woher konnte Ehrenburg wissen, dass sechs Millionen getötet worden waren, bevor auch nur ein einziger alliierter Soldat deutschen Boden betreten hatte?

Über diese sechs Millionen wusste Ehrenburg tatsächlich schon viel früher Bescheid. Englische Zeitungen kündigten im November 1944 an, dass Ehrenburg ein Buch über behauptete deutsche Gräueltaten veröffentlichen würde. Hier ist eine Pressemitteilung der United Press, wie sie im Youngstown Vindicator am 27. November 1944 veröffentlicht wurde (“Prints Volume On Atrocities Against Jews”/“Druckt Band über Gräuel an Juden”). Dort lesen wir, Zitat:

“Das deutsche Massaker an ungefähr sechs Millionen europäischen Juden.”

Und weiter unten lesen wir den leicht falsch geschriebenen Namen des Herausgebers, Ilya Ehrenburg. Wenn man bedenkt, dass das Schreiben eines Buches Monate dauert, so muss diese Sechs-Millionen-Zahl schon lange vor dem November 1944 im Umlauf gewesen sein. Dieses Buch wurde damals in der Sowjetunion jedoch nicht veröffentlicht, womöglich weil Stalin die Rolle der Juden als Opfer der Deutschen nicht hervorheben wollte. Es erschien erst viele Jahre nach dem Krieg. Hier ist eine Ausgabe, die man derzeit bei Amazon kaufen kann, wieder mit Ehrenburg als Herausgeber.[8]

Dass die Sechs-Millionen-Zahl tatsächlich älter ist als der November 1944, kann man dem nächsten Autor entnehmen: Rabbi Chaim Weissmandl, der für seine Bemühungen bekannt wurde, während des Krieges die slowakischen Juden vor ihrer seiner Ansicht nach sicheren Ausrottung zu bewahren. Wikipedia schreibt über ihn, Zitat:[9]

“Hauptsächlich durch Bestechung von Diplomaten konnte Weissmandl Briefe bzw. Telegramme an Personen schmuggeln, von denen er hoffte, dass sie helfen würden, die Juden Europas zu retten, indem er sie auf die fortschreitende Vernichtung des europäischen Judentums durch die Nazis aufmerksam machte. Es gelang ihm bekanntermaßen, Briefe an Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt zu schicken, und er beauftragte einen Diplomaten, einen Brief für Papst Pius XII an den Vatikan zu liefern.”

Einer der bekanntesten von ihm versandten Briefe wird in diesem Zusammenhang oft zitiert, zum Beispiel von der Jewish Virtual Library.[10] Er stammt vom 16. Mai 1944 und wurde angeblich geschrieben, während sich Weissmandl in einer Höhle in Polen versteckte. Wenn wir auf deren Webseite über diesen Brief weiter nach unten gehen, lesen wir dort, Zitat:

“Ihr Mitjuden und Regierungsminister aller freien Länder, warum schweigt ihr zu diesem Gemetzel, in dem bisher sechs Millionen Juden ermordet wurden, und in dem jeden Tag Zehntausende ermordet werden?”

Wieder sollten wir uns fragen: Wie könnte dieser Höhlenbewohner das wissen?

Weissmandl ist eine so große Persönlichkeit im Kampf um die Rettung der Juden während des Krieges, dass es über ihn sogar ein eigenes Buch gibt. Hier ist die dem Buch gewidmete Seite auf Amazon.[11] Eine der ersten etablierten Forschenden, die Weissmandl erwähnten, war die Holocaust-Historikerin Dr. Lucy Dawidowicz – siehe ihr Porträt zur Rechten – in ihrem Buch Der Krieg gegen die Juden aus dem Jahr 1975.[12]

Aber selbst der Mai 1944 ist nicht das Ende unserer Sechs-Millionen-Zeitreise. Wir springen nun ein weiteres Jahr rückwärts zum 15. Mai 1943. Das hier gezeigte Material ist einer elfminütigen, auf YouTube ausgehängten Dokumentation entnommen, die den englischen Titel trägt How do we know that six million Jews died in the Holocaust?[13] oder zu Deutsch: Woher wissen wir, dass sechs Millionen Juden im Holocaust starben? Dieses Video enthält einiges zusätzliches interessantes Material von ähnlicher Natur, wie es hier dargelegt wird. Vielleicht möchtest Sie sich dieses Video ebenso anschauen. Der erste Artikel von Interesse stammt aus der australischen Zeitung The Advertiser vom 15. Mai 1943 (“Appeal on Behalf of the Jews”). Er erwähnt, Zitat, “die Möglichkeit der vollständigen Vernichtung von sechs Millionen Juden”. Dieser Artikel behauptet also nicht, dass sechs Millionen bereits ermordet wurden, sondern bloß, dass es möglich ist, dass dies “vom barbarischen Hunnen getan wird”.

Der nächste Artikel stammt aus der Canadian Jewish Review vom Vortag (Dr. Harry J. Stein, Rabbi, “Commentaries”, 14.5.1943). Schauen wir uns diesen kurzen Videoclip an, bei dem sich die Kamera über den Artikel bewegt. Hier unten heißt es, Zitat:

“Zwei Millionen Juden wurden schon getötet. Sechs Millionen in Mitteleuropa sind zum Tode verurteilt.”

Auch hier wird vorausgesagt, dass die Opferzahl bei Kriegsende sechs Millionen betragen könnte. Unser drittes Zitat stammt aus der Cumberland Evening Times aus Cumberland, Maryland. Es stammt vom 20. März 1943 (“Gives Background Picture of Nazis from Experience”/“Gibt Hintergrundbild von Nazis aus Erfahrung”, S. 1) und teilt dem Leser mit, was die Nazis gerade taten, Zitat:

“Gleich zu Beginn machten sich die Nazis daran, ganze Völker zu vernichten. Sie erwarteten, anfangs mindestens 6.000.000 Juden von der Erde zu fegen.”

Mein letztes Zitat stammt aus der New York Times vom 10. März 1943 (“40,000 Here View Memorial to Jews”/“Hier sehen 40.000 Gedenken an Juden”, S. 12), wo wir in ähnlicher Weise lesen, dass “2.000.000 Juden” bereits in Europa “getötet” wurden, und weiter unten lesen wir, dass “die noch zu tötenden […] vier Million jetzt planmäßig umgebracht” werden.

Einen Monat vorher druckte Amerikas Zeitschrift mit der größten Leserschaft, Reader’s Digest, einen sehr interessanten Artikel ab, den ich hier kurz hervorheben möchte, indem ich einen Auszug zeige aus der 9. Folge des ausgezeichneten, 4¼-stündigen Dokumentarfilms One Third of the Holocaust, also Ein Drittel des Holocaust, den man auf YouTube an der angegebenen Adresse finden kann.[14]

“Vielleicht finden wir die Antwort ausgerechnet in Reader’s Digest. Im Februar 1943 wurden die üblichen Millionen von Exemplaren in die Briefkästen auf dem Land sowie in den Klein- und Großstädten Amerikas geworfen. Man bekommt eine Vorstellung davon, was für eine Zeitschrift dies war, wenn man sich einige Überschriften anschaut, wie ‘Hoch lebe Jorge Washington’ und ‘Sogar Limonadengas zieht in den Krieg’. Damals hatte Reader’s Digest die weltweit höchste Auflage aller Zeitschriften.

Diese Ausgabe hatte einen Artikel namens ‘Remember Us!’, also ‘Erinnert Euch an uns!’ Es heißt dort auf Seite 107, dass die Juden Europas am Ende des Krieges von einer Minderheit zu einem Phantom reduziert werden würden. Mit anderen Worten, es würden kaum welche übrig bleiben. Der Autor gibt eine Zahl an: Sechs Millionen.[15] Das ist eine ziemliche kühne Prognose, wenn man bedenkt, dass dies mitten im Krieg war, und dass die Hauptgaskammern von Auschwitz noch im Bau waren. In Hilbergs Buch lesen auf Seite 885, dass die Hauptgaskammern von Auschwitz damals noch nicht fertig gebaut waren.[16] War der Autor also ein in Europa stationierter Enthüllungsjournalist mit Zugang zu guten Informationen oder etwa ein hochrangiger Regierungsbeamter? Tatsächlich war der Autor bloß ein jüdischer Hollywood-Drehbuchautor namens Ben Hecht. Sein Eintrag in der Internet-Filmdatenbank ist riesig.[17] Dieser Artikel in Reader’s Digest brachte die Holocaust-Geschichte zum ersten Mal ins Herz Amerikas.”

Nun gehen wir noch ein weiteres Jahr zurück und wenden uns Amerikas angesehenster Zeitung zu, der New York Times. Am 13. Dezember dieses Jahres veröffentlichte diese Zeitung einen Artikel über Aussagen mehrerer Rabbiner aus ganz New York (“Tardy War Report Held Aid to Faith”, S. 21). Genau in der Mitte dieses Artikels ist die uns interessierende Passage. Es steht dort, Zitat:

“Bestätigte Berichte weisen auf 2.000.000 Juden hin, die bereits auf jede Weise teuflischer Barbarei abgeschlachtet worden sind, und auf Pläne für die vollständige Vernichtung aller Juden, die den Nazis in die Hände fallen. Das Abschlachten eines Drittels der jüdischen Bevölkerung in Hitlers Herrschaftsbereich und das angedrohte Abschlachten aller ist ein Holocaust ohne Parallele!”

Beachten Sie das Wort “Holocaust” hier. Eine Woche später berichtete die New York Times, dass zusätzlich zu den bereits ermordeten zwei Millionen weitere “5.000.000 in Gefahr seien, vernichtet zu werden.” …was dann sieben Millionen ergäbe (20. Dez. 1942, S. 23). Während der Kriegsjahre veröffentlichte die New York Times eine Reihe ziemlich aufschlussreicher Artikel zu diesen und eng damit verbundenen Fragen, die zuerst von Dr. Butz in seinem erstmals in englischer Sprache 1976 erschienenen Buch The Hoax of the Twentieth Century (Der Jahrhundertbetrug) analysiert wurden. Das Buch in derzeit in seiner zweiten deutschen Ausgabe von 2015 verfügbar, siehe das Umschlagbild rechts. Dies ist Band 7 der Serie “Holocaust Handbücher”.[18]

Freilich ist auch das nicht das Ende unserer Zeitreise. Hier ist ein Artikel aus der Palm Beach Post vom 25. Juni 1940, also dem Tag, an dem sich Frankreich der deutschen Wehrmacht ergab. Er trägt die Überschrift “Untergang der europäischen Juden erwartet, falls Hitler siegt”,[19] womit die Welt gegen Hitler aufgehetzt werden sollte, um zu verhindern, dass Frieden zu vernünftigen Bedingungen geschlossen wurde, wie es Deutschland damals anbot. Der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses Nahum Goldmann wird hier wie folgt zitiert: “6.000.000 Juden in Europa sind dem Untergang geweiht”, falls die Welt mit Hitler Frieden schließt. Doch wie konnte Goldmann das wissen? Und warum sollte das überhaupt so gewesen sein, da es doch wohl die Fortsetzung des Krieges anstatt seiner vorzeitigen Beendigung war, die angeblich den Holocaust ausgelöst hat. Aber auch das wollen wir hier nicht erörtern, weil uns das zu weit abbringen würde.

Dieser Artikel stammt vom Januar 1939, also fast neun Monate vor Ausbruch des Krieges.[20] Er berichtet unter anderem, was der tschechische Politiker Masaryk zu sagen hatte. Masaryk war ein missmutiger Politiker, der es nicht ertragen konnte, dass sein Land, die ehemalige Tschechoslowakei, aufgrund ständiger Konflikte zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen auseinanderfiel. Er machte Deutschland für diesen Konflikt verantwortlich und suchte nach Verbündeten in seinem Propagandakrieg gegen Deutschland, hier bei amerikanisch-jüdischen Lobbygruppen. Aber deshalb erwähne ich es nicht. Wenn wir zum Ende dieses langen Artikels gehen, finden wir eine interessante Passage, wo ein Rabbi zitiert wird. Er hat seine eigenen Absichten, und zwar der Versuch, Unterstützung für die jüdische Auswanderung aus Europa zu bekommen. In diesem Zusammenhang sagte er, es sei “unmöglich, sechs Millionen Juden zu evakuieren”. Wieder die mystische Zahl. Wenig später wird ein gewisser Dr. Chaim Weizmann erwähnt, der diese Auswanderungsbemühungen unterstützt habe. Hier ist sein Abbild. Wir werden ihm auf unserer Zeitreise als nächstem begegnen.

Wir befinden uns jetzt im Jahr 1936. Damals untersuchte die von der britischen Regierung gebildete sogenannte Peel-Kommission die Ursachen der arabischen Unruhen in Palästina, das damals unter britischer Kontrolle stand. In diesem Zusammenhang wurden auch jüdische Führer gehört, von denen einige die Bildung eines jüdischen autonomen Gebiets in Palästina befürworteten oder gar einen unabhängigen Staat. Diese Karte zeigt, wie das Land, das heute Israel heißt, nach einem damals diskutierten Vorschlag aufgeteilt worden wäre.[21] Der Abschlussbericht der Peel-Kommission aus dem Jahr 1937 kam zu folgendem Ergebnis:[22]

“Teilung eröffnet eine Möglichkeit, einen Weg durch [diese Schwierigkeiten] zu finden, eine Möglichkeit, eine Endlösung dieses [jüdischen] Problems zu erhalten, das den Erwartungen sowohl der Araber als auch der Juden gerecht wird, und die Verpflichtungen, die ihnen gegenüber vor zwanzig Jahren eingegangen wurden, im unter den gegenwärtigen Umständen größtmöglichen Umfang zu erfüllen.”

Wie wir heute aber wissen, ist damals daraus noch nichts geworden. Was uns im gegenwärtigen Zusammenhang interessiert, ist die Aussage eines Zeugen, der 1936 während der Anhörung der Kommission aussagte: Dr. Chaim Weizmann. Hier ist ein Artikel aus der Londoner Times vom 26. November 1936 (“The Jewish Case”/“Die Sache der Juden”), in dem über Weizmanns Aussage berichtet wird. Ich rahme hier rot ein, was uns interessiert, und vergrößere es. Er sprach damals von

“sechs Millionen unerwünschten Unglücklichen [in Osteuropa], die dazu verurteilt seien, an Orten eingepfercht zu sein, wo sie nicht leben könnten. Sogar jene in Westeuropa seien jetzt bedroht. Zweitens sei da das Weltproblem, das durch die Anwesenheit dieser sechs Millionen zukunftslosen Menschen entstanden sei, deren Zustand eine Bedrohung für Europa sei. Eine Urkunde, die die Auswanderung nach Palästina erlaube, gälte als eine Urkunde der Freiheit.”

Hier lässt also der zukünftige erste Präsident des Staats Israel die Katze aus dem Sack: Jüdische Führer verfolgten zionistische Pläne, und sechs Millionen leidende Juden waren dafür ein willkommenes Argument. Auch hier werden wir nicht diskutieren, ob Weizmanns Behauptungen wahr sind. Wir merken nur an, dass er die magische Zahl benutzt hat.

Lassen Sie uns nun zwei Artikel aus den ersten Jahren von Hitlers Regierungszeit betrachten. Der erste entstammt der New York Times vom 8. September 1935 (“Congress Defends Polish Jews”/“Kongress verteidigt polnische Juden”, S. 26). In diesem Artikel geht es eigentlich hauptsächlich um Juden in Polen, aber er bietet, was wir suchen. Ich zitiere:

[…] an der ersten Weltkonferenz des Bundes polnischer Juden nahmen sechzig Delegierte aus achtzehn Ländern teil, die 6.000.000 Juden repräsentieren.”

Während dieser Artikel nichts über leidende Juden enthält, ist das beim nächste Artikel anders. Er stammt vom 29. März 1933 und handelt von behaupteten Judenverfolgungen in Deutschland (“Aldermen Vote Hitler Protest”/“Aldermen stimmen für Hitler Protest”, S. 9). Es heißt dort, das Joint Distribution Committee sei “nun tätig in Hilfs- und Wiederaufbauarbeiten in Osteuropa, wo es um 6.000.000 Juden geht. Die Arbeit dort erfolgt durch das Büro in Berlin.” Dies bringt uns zu einem Thema, das uns zum zweiten Teil dieses Vortrags bringt, denn das hier erwähnte Joint Distribution Committee hat sich schon viele Jahre vor Hitlers Machtergreifung in jüdischen Hilfsprojekten engagiert.

Teil 2: Sechs Millionen vor Hitler

Hier beenden wir nun unsere Zeitreise rückwärts und setzen sie chronologisch fort, also vorwärts. Wir fangen mit jüdischen Lobbyaktivitäten vor dem Ersten Weltkrieg an, schauen uns dann kurz an, was sich während dieses ersten Weltbrands zutrug, wonach wir die jüdischen Spendenkampagnen zwischen den Weltkriegen untersuchen werden. Schließlich werden wir dem Geld nachgehen, um zu verstehen, was sich wirklich zutrug.

Wir fangen an, indem wir in das Jahr zurückzugehen, in dem die magische Zahl zum ersten Mal erwähnt wurde. Dies geschah im Jahr 1850 in einem Buch, das von einer christlichen Gesellschaft veröffentlicht wurde, deren Ziel es war, Juden zum Christentum zu bekehren.[23] Auf Seite 216 dieses Buches finden wir einige statistische Zahlen über religiöse Zugehörigkeiten der Menschheit zu jener Zeit. Hier ist es, vergrößert, mit der magischen Zahl unterstrichen. Es wird dort behauptet, dass unter der Milliarde Menschen, die damals auf dem Planeten lebte, sechs Millionen Juden waren. Die nächste von uns gefundene Erwähnung stammt aus dem Jahr 1866 in einer weiteren christlichen Veröffentlichung, welches die Zahl von 1850 auf seiner Seite 677 wiederholt.[24]

Vermutlich mangels verlässlicher demografischer Daten tauchte diese Zahl später auch woanders auf, zum Beispiel in der New York Times vom 12. September 1869, wo wir unter der Überschrift “Sunday Notes” (“Sonntagsnotizen”) mit Bezug auf eine neue jüdische Wochenzeitung lesen:[25]

“es leben zurzeit etwa 6.000.000 Israeliten, fast die Hälfte davon in Europa.”

Dies wurde am 31. Oktober desselben Jahres in derselben Zeitung unter der Überschrift “Religious Intelligence” (“Religiöse Nachrichten”) wiederholt.[26]

Zwanzig Jahre später, in einem Artikel der New York Times vom 10. Februar 1889, bei dem es tatsächlich um die Frage ging, “Wie viele Juden gibt es?”, hatte sich diese Zahl immer noch nicht geändert.[27] Das lässt die Vermutung aufkommen, dass niemand wirklich die Juden zählte; sie schrieben diese Zahl bloß von dem ab, der sie zuerst veröffentlicht hatte, da es eine runde, sexy Zahl war.

Bevor wir uns spätere Jahre anschauen, machen wir einen Schritt zurück in der Zeit. Am 13. März 1881 wurde der russische Zar Alexander II. von politischen Radikalen ermordet. Rechts ist ein Porträt von ihm sehen, und darunter ein Gemälde, das eine künstlerische Auslegung dieser Attentatsszene vor dem Palast zu Petersburg zeigt. Da viele politische Radikale damals in Russland Juden waren, flammten anschließend in Russland Pogrome gegen Juden auf, die mehr als ein Jahr andauerten. Obwohl unwahrscheinlich ist, dass die Zarenregierung dazu irgendetwas beitrug, wurden sie beschuldigt, nicht genug getan zu haben, um die Pogrome zu beenden. Hier ist das Umschlagbild eines Buches, das die grimmige Geschichte dieses Jahres erzählt.[28]

Die New York Times berichtete über diese Pogrome, so zum Beispiel in einem langen Artikel am 28. Januar 1882 mit der Schlagzeile “Russian Jewish Horrors. A Nine-Months Record of Rapine, Murder, and Outrage” (“Russisch-jüdischer Schrecken. Eine neunmonatige Bilanz von Vergewaltigung, Mord und Gräueln”), worin die Ereignisse der letzten neun Monate zusammengefasst wurden.

Am 22. April 1882 benutzte die gleiche Zeitung in einem Artikel mit der Schlagzeile “Russia and the Jews” (“Russland und die Juden”) sogar ein Schlagwort im Zusammenhang mit den russischen Pogromen: “Vernichtung”.

Der nächste Zar, Alexander III., war massiv gegen politische Reformen eingestellt und wollte die Uhr gar zurückdrehen, während die Welt um ihn herum erwartete, dass Russland liberaler wird. Insbesondere hatte er mit den Juden ein Hühnchen zu rupfen, denn diese setzten sich am eifrigsten für die Liberalisierung ein.

Im Mai 1882 verschärfte Zar Alexander III. die Wohn- und Berufsverbote für Juden in Russland. Mehrere Städte und Provinzen vertrieben daraufhin ihre Juden, weil sie fälschlicherweise glaubten, der Zar habe einen Ukas erlassen, der zufolge die Juden aus ganz Russland vertrieben werden würden. Infolge dessen begannen die Juden, zu Tausenden aus Russland auszuwandern.

Die New York Times berichtete stetig über diese andauernde Verfolgung der Juden in Russland, mit einem Höhepunkt im Jahr 1891 mittels zahlreicher Artikel, von denen der erste am 26. Januar erschien (“Russia’s Christianity”/“Russlands Christentum”), worin es hieß: “Russlands Bevölkerung von fünf bis sechs Millionen Juden”, und weiter unten lesen wir über “etwa sechs Millionen verfolgte und elende Unglückliche”.

Die Berichterstattung der New York Times über Juden in Russland gipfelte in einer Serie von 15 Artikeln von einem gewissen Herold Frederic, die sich von Anfang September bis Ende Dezember 1891 erstreckte;[29] fast alle wurden auf der Titelseite abgedruckt. Der erste trug den Titel “Russia’s War on the Jews”, also “Russlands Krieg gegen die Juden”, während alle nachfolgenden 14 Artikel die Überschrift “An Indictment of Russia” trugen, also “Eine Anklage gegen Russland”. Die zweite Folge dieser Serie vom 12. September gab als Gesamtzahl der in Russland lebenden Juden wieder eine Schätzung von 6.000.000 an. Und jetzt kommen sie, alle 15. Ich werde auf keine Details eingehen, denn wie schon erwähnt können wir uns hier nicht mit den zugrunde liegenden behaupteten oder tatsächlichen historischen Ereignissen befassen, sondern nur mit dem Ursprung dieser magischen Zahl. Ich möchte hier nur etwas aus der zweite Folge hervorheben, wo wir unten in der ersten Spalte eine Aussage zur Zahl der in Russland lebenden Juden finden, Zitat:

“Eine Gesamtzahl von sechs Millionen ist sicherlich annähernd richtig.”

Diese Zahl wurde in einem weiteren Artikel in der New York Times vom 15. März 1896 mit der Überschrift “Russia and Religious Liberty” (“Russland und religiöse Freiheit”) wiederholt. Hier ist es, rot unterstrichen.

Während der Herrschaft von Zar Alexander dem III. wollte Russland seine Juden loswerden, doch kein Land wollte sie aufnehmen. In dieser ausweglosen Lage suchte die jüdische Lobby nach einer Lösung. Das war eine Situation, die sich etwa 50 Jahre später in Deutschland wiederholen würde.

1897 veröffentlichte Theodor Herzl sein heute berühmtes Buch Der Judenstaat, das der Zionistischen Bewegung einen enormen Schub gab. Jüdische Medien und Organisationen setzten sich zunehmend für die Auswanderung der Juden nach Palästina und für die Auferstehung Israels ein. So berichtete zum Beispiel die New York Times am 11. Juni 1900 über eine Massenversammlung von Zionisten in New York, bei der Rabbi Stephen Wise Folgendes ausgeführt habe (“Zionists’s Mass Meeting”, S. 7):

“Es gibt 6.000.000 lebende, blutende, leidende Argumente für den Zionismus.”

Obwohl Russland mit der Thronfolge von Zar Nikolaus II. anno 1894 begann, ernsthafte liberale Reformen durchzuführen, kam Russland nicht zur Ruhe. Vom 19. bis 21. April 1903 fand in der russischen Stadt Kischineff ein antijüdisches Pogrom statt. Am 16. Mai berichtete die New York Times über dieses Ereignis (“More Details of the Kishineff Massacre”/“Weitere Einzelheiten zum Kischineff-Massaker”). Gegen Ende dieses langen Artikels lesen wir, Zitat:

“Wir machen die russische Regierung für das Kishineff-Massaker verantwortlich. Wir sagen, sie steckt bis über beide Ohren in ihrer Schuld an diesem Holocaust.”

– Jau, da ist es! Ein Holocaust! Aber das ist noch nicht alles. Weiter unten lesen wir, Zitat:

“Solange eine ‘zivilisierte’ Regierung fünf Millionen Menschen als eine gefährliche Plage brandmarkt, die langsam vernichtet werden muss, so lange werden sich seine niederträchtigeren Untertanen für gerechtfertigt halten, diesen Ausrottungsprozess mit Messern, Äxten und Beilen zu beschleunigen.”

Also, Vernichtung, Ausrottung und Holocaust. Es ist alles da. Das einzige Defizit des Artikels ist, dass er die magische Zahl um eine Million verfehlt hat.

Im gleichen Sinne schrieb die New York Times am 20. Mai desselben Jahres (“How this Country Should Regard Russia”/“Wie dieses Land Russland betrachten sollte”), und zwar erneut mit Bezug auf das Massaker von Kischineff, Zitat: “Dieser barbarische Holocaust...”, Zitat Ende. Der Bann war gebrochen. Ein modisches Schlagwort war geprägt worden: Der Holocaust.

Am 10. November 1905 verwendete die New York Times dieses Schlagwort erneut (“Begs President to Act”/“Bittet Präsident zu handeln”). Der Hintergrund war der gescheiterte Versuch, den Zaren zu stürzen. Während dieser abgebrochenen Revolution misslang den politischen Radikalen, zumeist Sozialisten und Kommunisten, was ihnen 12 Jahre später gelingen sollte. Wie zuvor so wurde auch diese versuchte Revolution erneut durch eine unverhältnismäßig große Anzahl jüdischer Radikale durchgeführt sowie mit viel jüdischer Unterstützung auch aus dem Ausland. Die New York Times berichtete von diesem Putschversuch eher positiv.

Als den Revolutionären die Sache jedoch aus den Händen glitt, kam es wiederum zu Vergeltungs-Exzessen gegenüber Juden, was zu diesem erneuten Vorwurf eines “Holocausts” durch die New York Times führte. Drei Tage später, am 13. November, lesen wir Folgendes in der New York Times auf Seite 1 (“Carnegie Gives $10,000 for Russian Relief”/“Carnegie spendet $10,000 für russische Nothilfe”): “Juden” werden “ausgerottet”, und dann auf Seite 4 in einem Artikel, in dem der russisch-orthodoxen Kirche vorgeworfen wird, für diese Pogrome angeblich verantwortlich zu sein, verwendet die Times das Wort “Holocaust” erneut in Bezug auf das Massaker von Kischineff. Es wird sogar behauptet, die russische Kirche habe, Zitat, “wiederholt erklärt, dass der Jude entweder bekehrt oder ausgerottet werden müsse.” Auch hier werden wir nicht prüfen, ob das stimmt. Uns interessiert nur die Geschichte der magischen Zahl, und wenn wir schon mal dabei sind, sobald wir über ähnliche Schlagworte stolpern, so werde ich diese hier auch erwähnen.

Wie wir soeben gesehen haben, heizte sich die Lage bei Annäherung an den Ersten Weltkrieg zunehmend auf, und jüdische Lobbygruppen drängten auf ein jüdisches Heimatland. Hier ist ein Artikel aus der New York Times vom 20. Oktober 1904 (“Zangwill Here to Aid Jewish Colony Scheme”/“Zangwill hier, um jüdischen Kolonialplan zu unterstützen”), der sich der Illusion hingibt, Großbritannien würde den Juden eine Kolonie in Afrika übergeben. “Englands Landangebot in Südafrika”, besagt der Untertitel, doch weiter unten hat sich das gelobte Land nach Ostafrika verlagert. Doch wir finden weiter unten, wonach wir suchen, nämlich den Grund dafür, dass die Juden ein Heimatland gründen wollen: die unterdrückten “sechs Millionen Juden in Russland”.

Wie bereits erwähnt unterstützte die New York Times die verhinderte russische Revolution von 1905. Hier ist ein Artikel vom 29. Januar 1905, der diesen Punkt unterstreicht (“End of Zionism, Maybe”/“Womöglich Ende des Zionismus”). Er wurde infolge von Unruhen geschrieben, die letztlich zu diesem gescheiterten Putsch führten. Ein jüdischer Prediger wird dort wie folgt zitiert:

“Ein freies und glückliches Russland mit seinen sechs Millionen Juden, würde möglicherweise das Ende des Zionismus bedeuten.”

Mit anderen Worten, eine Revolution, die Russland befreien würde, wäre für die Juden ein Glücksfall, denn dann müssten sie Russland nicht verlassen.

Nach der gescheiterten Revolution in Russland von 1905 veröffentlichte die New York Times weitere Berichte über sechs Millionen leidende Juden. Hier sind einige Beispiele: In einem Bericht über den Rücktritt eines Spitzenfunktionärs der russisch-orthodoxen Kirche lesen wir am 1. November 1905 (“Pobiedonostzeff Resigns”/“Pobiedonostzeff tritt zurück”), Zitat:

“Von 1890 bis 1902 verursachte er die Vertreibung von sechs Millionen jüdischen Familien aus Russland.”

Nun, wenn dem so wäre, dann wäre in Russland kein Jude mehr übrig geblieben. Aber wie dem auch sei, im Moment sind wir nur daran interessiert, dieser symbolischen Zahl nachzugehen.

Am 25. März 1906 lesen wir in derselben Zeitung (“Dr. Paul Nathan’s View of Russian Massacre”/“Dr. Paul Nathans Ansicht zum russischen Massaker”), dass, Zitat, “bestürzende Berichte über den Zustand und die Zukunft der sechs Millionen Juden in Russland” darauf hindeuten, dass, Zitat, “die ausgeklügelte Politik der russischen Regierung für die ‘Lösung’ der Judenfrage aus systematischer und mörderischer Ausrottung besteht.”

Kennen wir diese Art der Rhetorik nicht von irgendwoher?

Fast fünf Jahre später, in einem Artikel vom 13. März 1910 über Juden, die aus Russland fliehen, lesen wir in derselben Zeitung noch einmal diese magische Anzahl von in Russland leidenden Juden (“Many Jews Flee from Russia”/“Viele Juden fliehen aus Russland”). Und erneut am 11. April 1910 über die traurige Lage der russischen Juden (“Russian Jews in Sad Plight”), wo, Zitat, “sechs Millionen Seelen” der “systematischen, unerbittlichen, leisen Zermürbung” unterworfen sind. Was auch immer das heißt.

Am 31. Oktober 1911 erschien ein Artikel mit der Überschrift “Kirchen bitten Zar um Gerechtigkeit für Juden” (“Churches in Plea to Zar for Justice”). Darin berichtete die New York Times in der mittleren Spalte über eine verabschiedete Resolution, wo wir Folgendes lesen, Zitat:

“Die sechs Millionen Juden Russlands sind das Ziel systematischer Unterdrückung und Verfolgung durch rechtsstaatliche Mittel.”

Mein letztes Vorkriegsbeispiel aus der New York Times stammt vom 10. Dezember 1911. Dies ist ein großer ganzseitiger Artikel, der den unterdrückten Juden in Russland gewidmet ist.[30] In der Spalte ganz rechts befinden sich ganz unten die Schlagworte, nach denen wir suchen, im roten reiten Rahmen, den ich hier vergrößere.

Freilich war die New York Times sicher nicht das einzige Printmedium, das propagierte, dass sechs Millionen Juden von Russland verfolgt und ausgerottet wurden, aber sie war die prominenteste und renommierteste Quelle dafür. In ähnlicher Weise schrieb eine der angesehensten Veröffentlichung des amerikanischen Judentums, das American Jewish Year Book, auf Seite 308 seiner Ausgabe für die Jahre 1911-1912, Zitat:[31]

“Die Lage unserer [jüdischen] Glaubensbrüder in Russland wird immer erbärmlicher […].”

und weiter unten, Zitat:

“Russland hat seit 1890 einen vorsätzlichen Plan zur Vertreibung bzw. Vernichtung von sechs Millionen ihrer Leute eingeführt […].

Diese Gereiztheit wurde nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs fast bis zum Fieberwahn gesteigert. Hier sind einige Zitate aus der New York Times, die während des Konflikts veröffentlicht wurden:

Am 2. Dezember 1914 lesen wir über, Zitat, “die Notlage von über 6.000.000 Juden, die in der Kriegszone leben” (“Appeal for Aid for Jews”/“Bitte um Hilfe für Juden”). Zwecks Unterstützung einer Spendenaktion führte man am 14. Januar 1915 aus (“Jews’ indifference to War Aid Rebuked”/“Gleichgültigkeit der Juden gegenüber Kriegshilfe getadelt”): “über 6.000.000 Juden sind mitten in der Kriegszone.” Am 28. Februar 1916, wieder im Zusammenhang mit einem Versuch, Finanzmittel zu beschaffen, berichtet die New York Times, Zitat (“Schiff Gives $25,000 to Immigrant Society”/“Schiff spendet $25.000 für Einwanderergesellschaft”):

“Fast sechs Millionen Juden sind ruiniert.”

Fast am Ende des Krieges, am 18. Oktober 1918, in einem Versuch, eine Milliarde Dollar von amerikanischen Spendern zu bekommen, um das zu unterstützen, was damals in Russland vor sich ging – ich glaube, die hatten damals zur Abwechslung einmal eine “erfolgreiche” Revolution – berichtete die New York Times in ihrem Untertitel, Zitat (“$1,000,000,000 Fund to Rebuild Jewry”/“$1.000.000.000 Fundus zum Wideraufbau des Judentums”):

“Sechs Millionen Seelen werden Hilfe brauchen”,

ohne zu sagen, welche Art von Seelen das sind, aber weiter unten wird dies dann ausgesprochen:

“6.000.000 Juden brauchen Hilfe.”

In der Mitte des Ersten Weltkriegs veröffentlichte das American Jewish Committee ein Buch, das in den USA bei der Meinungsbildung zur Lage der Juden in Russland eine wichtige Rolle spielte, denn 25.000 kostenlose Exemplare dieses Buchs wurden an Führungspersönlichkeiten der US-Gesellschaft und an Meinungsbildner geschickt, darunter Präsident Wilson, Mitglieder des Präsidialkabinetts und des Kongresses sowie die Medien.[32] Die in diesem Buch verwendete Wortwahl wurde später ausgiebig von anderen Quellen benutzt, darunter auch die New York Times.

Das allgemeine Thema dieser Veröffentlichung war, dass Juden in Osteuropa in einer einzigartigen Weise litten, wie sie bisher von keiner anderen Menschengruppe erlebt wurde. Das Buch behauptete, dass Juden elementare Rechte auf einzigartige Weise verweigert wurden und dass sie Opfer staatlich geförderter Verfolgung gewesen seien.

Was uns hier interessiert, sind Schlagworte wie “sechs Millionen” und “Ausrottung”: Auf Seite 12 wird behauptet, dass Russland eine Ausrottungskampagne gegen die Juden führe; auf Seite 19 werden sechs Millionen Juden erwähnt, die in Armut und Elend lebten; auf Seite 20 heißt es, dass es in Russland sechs Millionen Juden gebe, und weiter unten, dass sie wie Gefängnisinsassen lebten; auf Seite 29 haben wir wieder die sechs Millionen russischen Juden; auf Seite 47 heißt es, die 6 Millionen russischen Juden sollten ihrem Land gegenüber loyal sein, und in ähnlicher Weise auch auf Seite 60; auf Seite 66 wird schließlich behauptet, dass fast die Hälfte dieser sechs Millionen Juden damals ohne Lebensunterhalt gewesen seien.

Etwa ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erschien ein Artikel in der jüdischen Zeitschrift The American Hebrew mit der Überschrift “Die Kreuzigung von Juden muss aufhören!”[33] Er enthält dermaßen viele Schlagworte, dass man ihn mit Fug und Recht als Höhepunkt der Holocaust-Propaganda vor dem Zweiten Weltkrieg bezeichnen kann. Wir lesen dort, Zitat:

“Über das Meer hinweg flehen sechs Millionen Männer und Frauen um Hilfe...”

Etwas weiter unten wird diese magische Zahl wiederholt. Hier lesen wir, Zitat: “sechs Millionen Menschen werden zum Grab gewirbelt”, und dass, Zitat: “Sechs Millionen Männer und Frauen am sterben sind...” Im nächste Absatz lesen wir gar, Zitat: “In diesem drohenden Holocaust des menschlichen Lebens...”, und in der nächsten Spalte werden “sechs Millionen ausgehungerte Männer und Frauen” erwähnt.

“Sechs Millionen Männer und Frauen sind am sterben.”

Schließlich lesen wir, Zitat, “wegen dieses Krieges für die Demokratie, hungern sechs Millionen jüdische Männer und Frauen jenseits des Ozeans.” Freilich kämpfte in diesem sogenannten “Krieg für die Demokratie” die zaristische Monarchie neben der britischen konstitutionellen Monarchie gegen die konstitutionellen Monarchien von Deutschland und Österreich. Demokratie hatte damit gar nichts zu tun. Aber auch hier geht es uns nicht um historische Fakten jenseits des Aufspürens der symbolischen Zahl, also werde ich es dabei belassen

Wie bereits erwähnt begannen jüdische Organisationen, riesige Geldbeträge zu sammeln, um die Juden in Russland zu unterstützen. Wenn wir verstehen wollen, was damals vor sich ging, brauchen wir eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse. Seit dem kommunistischen Putsch Ende 1918 tobte in Russland ein brutaler Bürgerkrieg. Den kommunistischen “Roten” standen die konterrevolutionären “Weißen” gegenüber, deren Einheiten zumeist der Monarchie loyal gegenüber standen.

Ethnische Juden, von denen die meisten seit Jahrzehnten aus verständlichen Gründen die glühendsten Feinde des Zarenregimes gewesen waren, dominierten viele der führenden Ränge der “Roten”. Folglich wuchsen antijüdische Gefühle unter den “Weißen” und ihre Anhänger immens. Dies resultierte in noch mehr antijüdischen Pogromen, doch waren die Juden diesmal bereit, sich zu wehren.

So berichtete zum Beispiel die New York Times in einem Artikel vom 8. September 1919 über Massaker an Juden, die von antisemitischen Banden und konterrevolutionären Einheiten begangen wurden (“Ukrainian Jews Aim to Stop Pogroms”, S. 6). Diesem Artikel zufolge waren bereits 127.000 Juden in Pogromen getötet worden, und es habe die Gefahr bestanden, dass die restlichen sechs Millionen als nächstes an der Reihe waren. Weiter unten werden diese Pogrome Massaker genannt, und gegen Ende heißt es, Zitat:

“der Bevölkerung von sechs Millionen Seelen in der Ukraine und in Polen wurde durch Worte und Taten klar gemacht, dass sie vollständig ausgerottet werden.”

Am 20. Dezember 1922 berichtete die New York Times mit Stolz, wie die Juden in der jungen Sowjetunion eine eigene Miliz gebildet hatten, um gegen antijüdische Banden und konterrevolutionäre Aufständische zu kämpfen und, Zitat, “um das Leben und die Interessen von 5 Millionen ihrer Rasse zu schützen, die in Russland leben” (“South Russian Jews Raise Strong Army”/“Südrussen stellen starke Armee auf”). Zu dieser Zeit, als die Sowjets den Bürgerkrieg gewonnen hatten, war eine solche Milizarmee nur mit Unterstützung oder zumindest stillschweigendem Einverständnis der sowjetischen Regierung möglich.

Es gibt an der angegebenen Adresse ein weiteres, 22-minütiges Video auf YouTube mit dem Titel Six Million Jews 1915-1938, also Sechs Millionen Juden 1915-1938, das ich sehr empfehlen kann.[34] Es präsentiert eine Reihe von Originalexemplaren von Zeitungen dieser Zeit und hebt kurz ähnliche Schlagworte hervor, wie wir sie hier aufspüren.

Die beunruhigende Frage, die das aufwirft, ist: Unterstützten jüdische Gruppen in den USA die kommunistische Revolution in Russland? Tatsache ist, dass jüdische Interessensgruppen in den USA im Jahr 1921 einen Zusammenbruch des kommunistischen Russlands fürchteten, da sie davon ausgingen, dass dies zu gigantischen Pogromen gegen die Juden in Russland führen würde.

Ein Artikel der New York Times vom 20. Juli 1921 bringt diese Angst bereits im Untertitel zum Ausdruck, der besagt, dass Massaker drohten, falls die Macht des Sowjetregimes schwinden sollte (“Begs America Save 6,000,000 in Russia”/“Bittet America, 6.000.000 in Russland zu retten”, S. 2). Wir lesen dort, Zitat:

“Russlands sechs Millionen Juden sehen sich einer Ausrottung durch Massaker gegenüber. Mit zunehmender Ausbreitung der Hungersnot wächst die konterrevolutionäre Bewegung, und die Kontrolle der Sowjets schwindet.”

Die Spendenkampagnen jüdischer Lobbygruppen in den USA waren deshalb nicht nur darauf gerichtet, mittellosen Juden zu helfen, sondern auch darauf, die US-Regierung zum Eingreifen zu drängen. Man sollte sich auch fragen, woher die Juden in Russland die Mittel hatten, um eine Armee von 500.000 jüdischen Soldaten zu organisieren und zu bewaffnen...

Interessanterweise wurde dieser Artikel von der Chicago Daily Tribune übernommen, die jedoch diesen Artikel am selben Tag mit einer irreführenden Schlagzeile abdruckte, die suggeriert, dass die Juden vor den Kommunisten flohen,[35] obwohl der Artikel selbst klarstellt, dass sie während dieses revolutionären Krieges nur eine Niederlage der Roten zu befürchten hatten.

Wir wollen nun rasch eine Reihe von Anzeigen und Artikeln durchgehen, bei denen es um Spendenaktionen jüdischer Organisationen in den USA geht, die nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Ziel initiiert wurden, Juden und ihre verschiedenen Projekte in Europa und der Sowjetunion zu unterstützen, was auch immer das für Projekte gewesen sein mögen.

Mein erstes Beispiel ist ein Artikel in der New York Times vom 12. November 1919, der über sechs Millionen hungernde Juden in Europa berichtet sowie von ungefähr dreißig Millionen Dollar, die bereits ausgegeben wurden, um ihnen zu helfen (“Tells Sad Plight of Jews”/“Berichtet von trauriger Notlage der Juden”, S. 7).

Hier ist ein weiterer Artikel vom 21. April 1920. Weiter unten finden wir diesmal bloß fünf Millionen hungernde Juden in Europa (“A Work of Mercy“/“Arbeit der Barmherzigkeit”, S. 8).

Dies ist eine Anzeige, die am 1. Mai desselben Jahres in der New York Times veröffentlicht wurde (S. 8). Sie stammt vom Jüdischen Joint Distribution Committee, und sie bitten um große Geldsummen, um sicherzustellen, dass die sechs Millionen Leben nicht mehr auf dem Spiel stehen.

Diese Anzeige des JDC ist von zwei Tagen danach (3.5.1920, S. 11). Sie beschwört den Leser, das Leben von sechs Millionen Juden dadurch zu retten, dass man sein Geld hergibt.

Die vorherige Anzeige wurde von einem redaktionellen Artikel begleitet, der von einer Katastrophe berichtet, die sich in Russland und seinen Nachbarländern abspiele, aber auch er verfehlt die magische Zahl um eine Million, da darin nur fünf Millionen hungernde Juden erwähnt werden. Aber wir sind nicht wählerisch.[36]

Zwei Tage später erschien noch eine Anzeige des JDC, die dem gleichen Muster folgte (5.5.1921, S. 9).

Und in der gleichen Ausgabe, zehn Seiten später (S. 19), finden wir diese Anzeige, ebenfalls vom JDC.

Zwei weiter Tage später kommen sie wieder zur Sache, diesmal jedoch mit einem Artikel, der sechs Millionen jüdischen Kriegsleidenden in Europa beklagt und um Geld bittet (7.5.1920, S. 11).

Die Kampagne verlor später in diesem Jahr an Schwung, wurde jedoch anno 1926 wiederbelebt, zum Beispiel mit Anzeigen wie dieser, veröffentlicht in der New York Times am 21. April 1926. In dieser Anzeige werden keine sechs Millionen leidenden Juden erwähnt, sondern nur, dass “Millionen von Juden”, oder gar “ein ganzes Volk am sterben” sei. Stattdessen bitten sie zur Abwechslung mal um sechs Millionen Dollar.

Dieser Artikel stammt von Ende 1926 und erwähnt fünf Millionen leidenden Juden, und dass das JDC bisher an leidende Juden in Europa 62 Millionen Dollar verschickt habe, die, Zitat, “unter diesen fünf Millionen mittellosen Juden verteilt wurden,” dass jedoch mehr Geld nötig sei.[37] Klar, mehr ist immer besser.

Allerdings scheint dieses stetige Spendensammeln wenig genutzt zu haben, denn nach fast fünfzehn Jahren mehr oder weniger ununterbrochenen Spendensammelns waren immer noch sechs Millionen Juden in Osteuropa am verhungern, so behauptete jedenfalls die Montreal Gazette am 29. Dezember 1931 (“Six Million Jews Face Starvation”/“Sechs Millionen Juden dem Verhungern ausgesetzt”, S. 6). Das JDC wollte also zweieinhalb Millionen Dollar mehr. Sie verstehen schon, was da abging.

Wir wollen uns nun mit dem befassen, was mit all dem Geld passiert ist. Don Heddesheimer verbringt viel Zeit damit, diese Millionen von Dollar aufzuspüren, was heute Hunderte von Millionen Dollar wert wäre. Diese Grafik zeigt, wie viel das jüdische Joint Distribution Committee seit seiner Gründung Ende 1914 bis zum Jahr 1934 gesammelt hat. Dieses Diagramm wurde einem Buch entnommen, das 1935 vom jüdischen Bankier-Milliardär Felix Warburg veröffentlicht wurde.[38] Insgesamt hat das JDC in diesen Jahren also 77 Millionen Dollar gesammelt. Während die meisten der im Krieg und in den unmittelbaren Nachkriegsjahren gesammelten Gelder hauptsächlich ausgegeben wurden, um Menschen in Not zu helfen, verschob sich dies in späteren Jahre hin zu einem größeren Teil für Wiederaufbauarbeiten.

Das Joint Distribution Committee war – und ist bis zum heutigen Tage – eine jüdische Organisation, die von einigen der reichsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt vertreten wurde, wie etwa Louis D. Brandeis, Richter am Obersten Gerichtshof der USA von 1916 bis 1939; Henry Morgenthau Senior, US-Botschafter im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs und Vater von Henry Morgenthau Junior, dem US-Finanzminister während der Regierung von Franklin D. Roosevelt; US-Bankier Jacob H. Schiff, und Cyrus L. Sulzberger, einer führende Persönlichkeit in vielen amerikanisch-jüdischen Organisationen, sowie der bereits erwähnte Felix Warburg. Dieses Bild zeigt Porträts von einigen dieser Berühmtheiten, wie sie im rechts erwähnten Buch veröffentlicht wurden.[39]

Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Tatsache ist, dass Dutzende von Millionen dieser gespendeten Dollars nicht bloß für Nothilfe und Wiederaufbau ausgegeben wurden, wie das JDC in der eben gezeigten Grafik behauptet. Ein Artikel in der New York Times vom 7. September 1927 beschuldigte Mitglieder des JDC, Millionen dieser Spenden für ihre eigenen Zwecke veruntreut zu haben. Bis zu 40%, so wurde darin behauptet, mögen, Zitat, “bei Umtauschmanipulationen der Bankiers verschwunden sein.” Es wurde jedoch nie eine förmliche Untersuchung eingeleitet. Wir wissen also nicht, was genau passiert ist.

Tatsache ist, dass zusätzlich zu den zuvor genannten Projekten diese Millionen von US Spendendollar auch verwendet wurden, um jüdisch-kommunistische landwirtschaftliche Siedlungen in der gesamten Sowjetunion zu unterstützen. Sie dienten darüber hinaus, Zitat, “allgemeinen Verbesserungen, der Elektrifizierung von Dörfern, der Bewässerung, der Wasserversorgung und anderen Projekten” in ganz Osteuropa und der Sowjetunion, wie das JDC selbst in einem Buch von 1939 einräumte,[40] dessen englischer Titel auf Deutsch übersetzt lautet: “Fünfundzwanzig Jahre amerikanische Hilfe für Juden in Übersee. Eine Bilanz des Joint Distribution Committee.”

In einem anderen JDC-Buch aus dem Jahr 1953 finden wir dieses bemerkenswerte Zitat:[41]

“Ohne die volle Zusammenarbeit der russischen Regierung hätten diese Projekte nicht durchgeführt werden können.”

Mit anderen Worten, die Sowjetunion begrüßte diesen massiven Zustrom von US-Kapital, das dafür gedacht war, das Leben der russischen Juden zu stabilisieren, denn dieses Kapital trug in nicht geringem Maße auch dazu bei, dieses revolutionäre Regime zu stabilisieren.

Wie bereits angedeutet, wäre es auch nicht überraschend, wenn sich herausstellte, dass einige dieser Gelder zur Unterstützung der jüdischen Milizen verwendet wurden, die während des revolutionären Bürgerkriegs Anfang der 1920er Jahre an der Seite der Roten Armee kämpften. Und das alles betrifft nur jene Finanzmittel, die mittels offizieller Kanäle erhoben und in die Sowjetunion transferiert wurden… Aber das ist nicht das Thema dieses Vortrags.

Teil 3: Die Sechs-Millionen-Zahl in den Medien

Im letzten Teil dieses Vortrags werden wir unser Thema breiter und allgemeiner angehen. Zu diesem Zweck habe ich drei Datenbanken abgesucht, auf die online zugegriffen werden kann. Zunächst ist da die Datenbank für historische amerikanische Zeitungen der Library of Congress, die digitalisierte US-Zeitungen aus den Jahren 1836 bis 1922 enthält.[42] Ich habe diese Datenbank nach den Begriffen “sechs Millionen Juden” abgesucht, und zwar sowohl ausgeschrieben als auch als Zahl. Im ersten Fall wurden 71 Ergebnisse gefunden, und im zweiten 198.

Neugierig, wie ich war, habe ich die Datenbank zudem nach sieben, fünf, vier, drei, zwei und einer Million durchsucht. Die Ergebnisse sind in Klammern angegeben. Es gibt also kein besonderes Übergewicht der Sechs-Millionen-Zahl. Wenn man sich jedoch die entsprechenden Zeitungsartikel anschaut, so stellt sich heraus, dass es nur bei den Einträgen von sieben, sechs und fünf Millionen hauptsächlich um Behauptungen zu leidenden bzw. von einer Ausrottung bedrohten Juden geht, wobei das Schwergewicht auf fünf und sechs Millionen liegt. Bei niedrigeren Zahlen geht es üblicherweise um banale Dinge, etwa wie viele Juden in New York, in den USA oder in einem anderen Land leben.

Hier sind drei Beispiele für Einträge, die ich in dieser Datenbank gefunden habe und die unseren Kriterien entsprechen. Ich zeige sie hier einfach kurz vor, ohne Sie mit noch mehr Details zu langweilen. Wenn Sie die Artikel lesen wollen, halten Sie das Video einfach an.

Die gleiche Art von Suche habe ich ebenso in der Datenbank der New York Times für Ausgaben von 1851 bis 1939 durchgeführt.[43] Diese Datenbank kann man an der hier angegebenen Webseite finden. Diese Suche ergab nur vier Einträge für “sechs Millionen Juden” mit ausgeschriebener Zahl, und sechzehn Einträge mit Ziffern. Ergebnisse für andere runde Millionen-Zahlen sind wieder in Klammern aufgeführt, wobei hier dasselbe gilt wie zuvor.

Hier sind drei Beispiele aus der New York Times, in denen von sieben Millionen leidende, hungernde, sterbende Juden die Rede ist. Halten Sie das Video an, um Details zu lesen, falls Sie möchten.

Ich habe überdies die Datenbank der Chicago Tribune durchsucht,[44] jedoch waren die Ergebnisse dort eher dürftig. Immerhin gehört die New York Times Juden und wurde auch von solchen geführt, während das bei der Chicago Tribune nicht der Fall war. Dies mag den Unterschied erklären, obwohl auch die Chicago Daily Tribune, wie sie damals hieß, gegen die Sechs-Millionen-Propaganda nicht immun war, wie dieses Beispiel von 1919 zeigt, wo wir lesen, Zitat: “über sechs Millionen Juden leiden…”

Falls Sie nun meinen, dass ich hier jede Menge Material vorgelegt habe, das vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht wurde und worin auf sechs Millionen leidende, sterbende Juden Bezug genommen wird, dann liegen Sie falsch. Es gibt nämlich wesentlich mehr. Die meines Wissens umfassendste Liste von Artikeln, Büchern und Redeausschnitten aus den Jahren zwischen 1900 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte im Jahre 2016 sage und schreibe 278 Einträge.[45] Sie war einst frei unter der hier aufgeführten Internetadresse zugänglich, aber mittlerweile muss man beim Eigentümer angemeldet sein. Wir haben die Liste jedoch kopiert und wie hier angegeben anderweitig ausgehängt.[46] Außerdem ist sie auch im Anhang der gegenwärtigen Ausgabe von Heddesheimers Buch abgedruckt. Aber keine Angst, wir werden hier nicht die ganze Liste durchgehen. Ich lasse hier nur einige Einträge vorbeiziehen, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln.

Wenn Sie allerdings versuchen, einen Skeptiker zu überzeugen, wird diese Liste wahrscheinlich nicht genügen, denn schließlich kann jeder eine solche Liste zusammenstellen. In diesem Fall müssten Sie nicht nur die Quellenangaben vorweisen, sondern Reproduktionen der Zeitungsartikel selbst. Und dreimal dürfen Sie raten… Auch das wurde bereits von einem sehr fleißigen Forscher gemacht. Das Ergebnis wurde als eBuch mit dem Titel Six Million Open Gates veröffentlicht.[47] Hier das Titelblatt. Es kann kostenlos unter der angegebenen Adresse heruntergeladen werden. Wenn das zu lang zum Tippen ist, verwenden Sie einfach die Google-Abkürzung.

Dieses Buch enthält Reproduktionen von 240 Zeitungs-, Zeitschriften und Buchauszügen aus den Jahren 1900 bis 1945. Ich zeige hier nur die ersten 21 Einträge. Der Autor dieses Buches hat weder Mühen noch Kosten gescheut, um diese Arbeit zusammenzustellen. Wenn Sie also den jeweiligen Originaltext selber sehen müssen, um es zu glauben, dann laden Sie einfach eine elektronische Kopie dieses Buches runter. Und täuschen Sie sich nicht: Auch diese Liste ist noch nicht vollständig!

Jetzt wollen wir einen wissenschaftlicheren, statistischen Ansatz für das vorliegende Problem wählen. Die weltweit größte Internet-Suchmaschine Google hat Millionen von Büchern online veröffentlicht. Man kann diese Datenbank dazu benutzen, um herauszufinden, wie oft ein bestimmter Begriff in Büchern auftritt, die einer bestimmten Zeitspanne zugeordnet sind, normalerweise das Datum der Veröffentlichung.[48]

Hier ist eine Grafik, die das Ergebnis für den englischen Begriff “six million Jews” zeigt. Dieselbe Suche habe ich zudem mit der zweithäufigsten Mediensprache durchgeführt, sprich Deutsch. Das Ergebnis für “6 Millionen Juden” wird in rot angezeigt. Eine Überlagerung beider Grafiken lässt erkennen, dass die Tendenz in beiden Sprachen ähnlich ist, obgleich die Spitzen in der deutschen Grafik ausgeprägter sind, womöglich weil es weniger Daten gibt.

Jedenfalls sehen wir hier einen ersten Anstieg des Auftauchens dieses Begriffs aufgrund der Pogrome im Russland unter Zar Alexander III., dann ein steiler Anstieg kurz vor dem Ersten Weltkrieg mit einem ersten Höhepunkt während der Spendenkampagne der frühen 1920er Jahre, und einem weiteren, weniger ausgeprägten während der zweiten Phase der Kampagne Mitte und Ende der 1920er Jahre. Sodann haben wir einen leichten Anstieg in den frühen Jahren von Nazi-Deutschland, ein weiterer langsamer Anstieg in den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs, gefolgt von einem steilen Anstieg nach Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges Mitte 1941.

Die Kurve erreicht ein Maximum in den mittleren und späten 1940er Jahren aufgrund der Nürnberger Tribunale und ihre rechtlichen und medialen Folgen. Etwa 15 Jahre später gibt es einen weiteren scharfen Höhepunkt um die Zeit des Eichmann-Prozesses 1961 in Jerusalem, mit einem leichten Rückgang in der englischsprachigen Welt danach, jedoch einem ausgeprägteren Rückgang in der deutschen Mediensphäre, wahrscheinlich, weil die Deutschen noch nicht ganz im Einklang mit dem neuen Zeitgeist waren.

Der letzte Anstieg der Kurve zeigt, dass der Begriff “sechs Millionen Juden” zu einem Haushaltsbegriff geworden ist, wohingegen die spätere Abnahme wahrscheinlich nur darauf zurückzuführen ist, dass neuere Bücher aus urheberrechtlichen Gründen in der Google-Datenbank unterrepräsentiert sind.

Fassen wir nun zusammen, was wir gelernt haben.

Den Begriff “sechs Millionen Juden” findet man in englischsprachigen Medienberichten, seit die jüdische Weltbevölkerung ungefähr sechs Millionen erreicht hatte, also seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die antijüdischen Pogrome und rechtlichen Maßnahmen in Russland nach der Ermordung des Zaren Alexander II. 1881 machte “sechs Millionen Juden” zu einem Schlagwort. Begriffe wie “Ausrottung” und “Holocaust” traten in diesem Zusammenhang erstmals nahe der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auf. Während der gescheiterten kommunistischen Revolution von 1905 wurden diese Begriffe sogar zusammen mit einer angeblichen “Lösung der Judenfrage” benutzt als eine Politik der “mörderischen Vernichtung”.

Der Erste Weltkrieg mit seiner anschließenden russischen bzw. kommunistischen Revolution, die bei vielen Juden in Russland und im Ausland sehr beliebt war, führte zu weiteren Schwierigkeiten für die Juden in Russland. Dies wiederum führte zu einer starken Zunahme der Verwendung dieser Schlagworte.

Spendenkampagnen in den USA für Juden in Osteuropa sorgten in den frühen und mittleren 1920er Jahren dafür, dass diese Begriffe wiederholt auftauchten.

Der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland führte von Anfang an zu einem stetigen Anstieg des Gebrauchs dieser Begriffe.

Wir schließen daraus, dass wir seit den 1880er Jahren wissen, dass “sechs Millionen Juden” mehr oder weniger ununterbrochen von einer Ausrottung in einem Holocaust bedroht waren.

Na und? So könnte man erwidern. Und was soll das beweisen? Nun, hier sind einige schwierige Fragen:

  • Gab es 1882 einen “Kampf um die Vernichtung der Juden”?
  • Entschied die russische Regierung 1903, dass Juden “vernichtet werden müssen”, sodass sie einem “Vorgang der Vernichtung” in “diesem barbarischen Holocaust” unterzogen wurden?
  • Gab es 1905 einen “Holocaust”, in dem “Juden... ausgerottet werden müssen?”
  • Bestand “die Politik der russischen Regierung” im Jahr 1906 darin, “die Judenfrage” durch “mörderische Ausrottung” zu lösen?
  • Hatte Russland 1911 einen “Plan zur… Ausrottung von sechs Millionen” Juden angenommen?
  • Gab es 1915 eine “russische Ausrottungskampagne” gegen die Juden?
  • Starben “sechs Millionen” Juden 1919 in einem “drohenden Holocaust”?
  • Waren “6.000.000 [jüdische] Seelen” drauf und dran, “völlig ausgerottet zu werden”?
  • War es 1920 nötig, “sechs Millionen [Juden] vor der Ausrottung zu retten”?
  • Sahen sich 1921 “Russlands 6.000.000 Juden… einer Ausrottung gegenüber”?
  • War das “ganze [jüdische] Volk” 1926 “am sterben”?

Diese Fragen in so komprimierter Form zu stellen heißt, sie zu beantworten.

Denn wir habe es hier mit Übertreibung und Überspitzungen zu tun. Tatsache ist, dass Holocaust- und Ausrottungsbehauptungen vor der kommunistischen Revolution Übertreibungen waren, die von der Lobby benutzt wurden, um

  • die jüdische Einwanderung in die USA und in andere Länder zu erleichtern,
  • eine jüdische nationale Heimstätte zu schaffen und
  • einen “Regimewechsel” in Russland zu vollziehen.

Sobald dieser “Regimewechsel” in Russland am Ende des Ersten Weltkriegs vollzogen war, hörten Holocaust- und Ausrottungsbehauptungen nicht etwa auf, sondern wurden fortgesetzt. Diesmal dienten diese Übertreibungen dazu, um

  • Finanzmittel zu sammeln zur Unterstützung jüdischer Gemeinden in Osteuropa,
  • den Erfolg der zaristischen Konterrevolution zu verhindern und
  • das junge kommunistische Regime in Russland effektiv zu stabilisieren.

Das Aufkommen des Dritten Reiches führte zur Wiederholung einiger dieser Muster: Holocaust- und Ausrottungsbehauptungen wurden zumindest bis zum Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges übertrieben, der seiner Natur nach ein konterrevolutionärer Krieg war. Diese Übertreibungen wurden von der Lobby erneut eingesetzt, um

  • die jüdische Einwanderung in die USA und in andere Länder zu erleichtern,
  • eine jüdische nationale Heimstätte in Palästina zu schaffen und
  • einen “Regimewechsel” in Deutschland durchzusetzen.

Wir alle kennen das Ergebnis dieses Kampfes.

Also gut: Holocaust, Ausrottung, sechs Millionen jüdische Opfer sowie eine mörderische Lösung der Judenfrage, all das sind sozusagen rezyklierte Begriffe. Aber was ist mit den Gaskammern? Die sind doch nun wirklich ausschließlich mit dem Dritten Reich verbunden, richtig?

Nun, die Wahrheit ist... Nein.

Am 22. März 1916, während des schlimmsten Teils des Ersten Weltkriegs für Großbritannien, veröffentlichte die traditionell antideutsche Zeitung The Daily Telegraph einen Artikel mit dem Titel “Atrocities in Serbia”, also “Gräueltaten in Serbien” (S. 7). Im Untertitel werden 700.000 Opfer erwähnt. Heutzutage sind sich alle Historiker ausnahmslos einig, dass dieser “Nachrichtenbericht” falsche Gräuelpropaganda war. Aber wir wollen es dennoch lesen. Es heißt dort, Zitat:

“Zuverlässigen Informationen zufolge…” – ja, klar – “…wurden über 700.000 Menschen Opfer der Österreicher und Bulgaren. Ganze Bezirke, mit Städten und Dörfern, wurden durch Massaker entvölkert. Frauen, Kinder und alte Männer wurden durch die Österreicher in Kirchen eingeschlossen und entweder mit dem Bajonett erstochen oder durch erstickendes Gas erstickt. In einer Kirche in Belgrad wurden auf diese Weise 3.000 Frauen, Kinder und alte Männer erstickt.”

Ok, das war also Gräuelpropaganda, eine Lüge, die die kriegsmüde britische Öffentlichkeit aufstacheln sollte, damit sie den Kampf gegen ihre deutschen Brüder fortsetzen, die seit 1915 Frieden angeboten hatten.

Man vergleiche jedoch den vorherigen Artikel mit diesem, der wiederum von dem fanatisch antideutschen Daily Telegraph veröffentlicht wurde, und zwar diesmal am 25. Juni 1942 (S. 5). Großbritannien war damals erneut in einen Krieg gegen seine deutschen Brüder verwickelt. Aber diesmal werden die 700.000 Opfer gleich in der Schlagzeile verkündet (“Germans Murder 700,000 Jews in Poland”/“Deutsche ermorden 700.000 Juden in Polen”), und die Gaskammern sind mobil geworden, auch dadurch, dass sie von der unteren Hälfte des Artikels zum Untertitel befördert wurden. Dort lesen wir, Zitat:

“Mehr als 700.000 polnische Juden wurden von den Deutschen im größten Massaker der Weltgeschichte abgeschlachtet.”

Freilich war diese Nachrichtenmeldung diesmal die ganze und unverblümte, unanzweifelbare Wahrheit! Und das glauben Sie besser, denn falls Sie das bezweifeln, kann Ihnen das Gefängnisstrafen einbringen, und zwar bis zu zehn Jahre in Österreich, bis zu fünf Jahre in Deutschland, Russland und Israel, bis zu drei Jahre in Italien, der Schweiz, Polen und Ungarn, und niedrigere Haftstrafen in vielen anderen Ländern...[49] Dies ist tatsächlich das einzige behauptete Ereignis der Menschheitsgeschichte, das durch Strafgesetze vor einer kritischen Untersuchung geschützt ist! Aber das ist nicht das Thema dieses Vortrags. Sei dem wie es will.

Tatsache ist, dass mit dem Zusammenbruch Deutschlands 1945 die albtraumhaften Gaskammern, in denen die meisten der sechs Millionen Juden getötet wurden, die Opfer des Holocaust wurden, sprich der Nazis-Ausgabe der Endlösung der Judenfrage durch mörderische Ausrottung – man beachte, dass die Ähnlichkeit der hier verwendeten Begriffe mit anderen Ereignissen in der Vergangenheit rein zufällig ist – dass diese Gaskammern also der Vergangenheit angehörten und für immer verschwunden sind. Erledigt und vorbei!

Da sind sie wieder falsch gewickelt!

Falsche Kriegspropaganda schlug im Jahre 1991 wieder zu, als die Welt sich auf einen Krieg gegen Saddam Hitler vorbereitete, äh, Verzeihung, Saddam Hussein. Während des ersten von den USA geführten Krieges gegen den Irak veröffentlichte die Jewish Press diese unaufdringliche Schlagzeile auf ihrer Titelseite in der Ausgabe vom 21. Februar 1991. Ich werde dies hier nicht weiter analysieren. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum aus Los Angeles sprang mit der Frühjahrsausgabe 1991 seiner Zeitschrift Response ebenfalls auf diesen Zug auf. Hier ist das Titelblatt dieser berüchtigten Ausgabe, wo wir lesen, Zitat:

“Die Deutschen produzieren Zyklon B im Irak”, Zitat Ende.

Sie bildeten sogar eine in Deutschland hergestellte Gaskammer ab, die angeblich dafür vorgesehen war, die Juden Israels zu verarbeiten, sollte Saddam es jemals dorthin schaffen… Wiederum stimmen alle heute zu, dass dies bloß ein weiterer Fall von Kriegshysterie war, von falscher Gräuelpropaganda. Aber damit gelang es, die Welt in einen Ausrottungskrieg gegen die irakische Nation zu hetzen, wenn ich diesen Begriff einmal ausleihen darf. Interessiert jemanden, was die Wahrheit war?

So. Lassen Sie mich am Ende dieses Vortrags die anfangs gestellte Frage erneut stellen:

Seit wann wissen wir, dass sechs Millionen Juden im Holocaust gestorben sind?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zwei Dinge wissen:

  • Erstens, über welche sechs Millionen reden wir?
  • Und zweitens, welcher Holocaust?

Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sich diesen Vortrag anzuschauen. Wir hoffen, Sie haben es genossen und haben zudem etwas über die Verlogenheit unserer Massenmedien erfahren, wenn es darum geht, die Nationen der Welt in Kriege zu hetzen sowie gewaltsame Unruhen, Revolutionen und andere Formen mehr oder weniger gewalttätiger “Regimewechsel” zu verursachen. Falls Sie das Buch lesen möchten, auf dem diese Präsentation basiert, so können sie es als kostenloses eBuch auf der hier angegebenen Webseite des Verlags herunterladen.[50] Dort finden Sie auch Informationen darüber, wie und wo Sie ein gedrucktes Exemplar des Buches erwerben können. Bei Amazon ist dieses Buch allerdings nicht erhältlich, denn Amazon besteht daraus, dass der Inhalt dieses Buches gegen inhaltliche Richtlinien verstößt. Aber auch diese Art der Zensur kann hier nicht behandelt werden. Falls es Sie interessiert, so empfehlen wir, dass Sie sich diesen Dokumentarfilm anschauen, der die Sache ausführlich erklärt.


[1] Schwurgericht Frankfurt, 3. Mai 1979, Az. Js 12 828/78 919 Ls.
[2] W. Benz (Hg.), Dimension des Völkermords, Oldenburg, München 1991.
[3] Walter N. Sanning, Die Auflösung des osteuropäischen Judentums, Grabert, Tübingen 1983.
[4] Wilhelm Höttl, Einsatz für das Reich, Bublis, Koblenz 1997, S. 412f.
[5] Prozess gegen Adolf Eichmann, 96. Sitzung, Jerusalem, 13. Juli 1961; www.youtube.com/watch?v=8Ylq49Dumes; ab 2 Min. 35 Sek.
[6] David Irving, Nuremberg: The Last Battle, Focal Point Publications, London 1996, S. 61f.; S. 99 in der Online-Fassung unter http://www.fpp.co.uk/books/Nuremberg/NUREMBERG.pdf; dt.: David Irving, Nürnberg – die letzte Schlacht: Hinter den Kulissen der Siegerjustiz, Grabert, Tübingen 2005.
[7] Joachim Hoffmann, Stalin’s War of Extermination 1941-1945, Nachdruck, Castle Hill Publishers, Uckfield 2015, S. 189, 402f. Deutsch: Stalins Vernichtungskrieg, 1941-1945, 5. Aufl., Herbig, München 1999, S. 391.
[8] Ilya Ehrenburg, Vasily Grossman, The Black Book: The Ruthless Murder of Jews by German-Fascist Invaders throughout the Temporarily-Occupied Regions of the Soviet Union and in the Death Camps of Poland during the War of 1941-1945, Schocken Books, New York 1981; ders., The Complete Black Book of Russian Jewry, Taylor and Francis, London 2017.
[9] https://en.wikipedia.org/wiki/Chaim_Michael_Dov_Weissmandl
[10] www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/hungary1.html
[11] Abraham Fuchs, The Unheeded Cry: The Gripping Story of Rabbi Chaim Michael Dov Weissmandl, the Valian Holocaust Leader Who Battled Both Allied Indifference and Nazi Hatred, Mesorah Publ., New York 1984; www.amazon.com/dp/089906468X
[12] Lucy S. Dawidowicz, The War against the Jews 1935-45, Penguin Books, Harmondsworth 1975; www.amazon.com/dp/055334532X
[13] https://youtu.be/jQveQJ2OTOQ
[14] http://codoh.com/library/document/534; oder http://holocausthandbooks.com/index.php?page_id=1001
[15] S. 108: “Von diesen 6.000.000 Juden wurde ein Drittel bereits von den Deutschen, Rumänen und Ungarn massakriert, und die konservativsten Statistiker schätzen, dass bis zum Ende des Krieges mindestens noch ein weiteres Drittel getötet worden sein wird.”
[16] Raul Hilberg, The Destruction of the European Jews, 3 Bde., Holmes & Meier, New York 1985.
[17] www.imdb.com/name/nm0372942
[18] Arthur R. Butz, The Hoax of the Twentieth Century, 4. Aufl., Castle Hill Publishers, Uckfield 2015, S. 107-123; Der Jahrhundertbetrug, 2. Aufl., ebd., S. 110-127.
[19] “Doom of European Jews is seen if Hitler wins”; entnommen der in Fußnote 13 erwähnten Dokumentation.
[20] New York Times, 15. Januar 1939, S. 27. “Masaryk to Work for Zionist Cause” (“Masaryk wird für zionistische Sachen arbeiten”).
[21] www.shaularieli.com/image/users/77951/ftp/my_files/maps_in_english/Policy%20Programs/Map_6a--Peel-Commission-1937.gif
[22] http://david-collier.com/?page_id=603
[23] The British Society for the Propagation of the Gospel among the Jews (Hg.), The Jewish Herald and Record of Christian Effort for the Spiritual Good of God‘s Ancient People, Band V, Aylott & Jones, August 1850; https://books.google.com/books?id=1y8EAAAAQAAJ (nachgedruckt in Christian Spectator, 1850, S. 496).
[24] Brigham Young (Hg.), The Latter-Day Saints’ Millennial Star, Bd. 28, Liverpool/London 1866; https://books.google.com/books?id=3m4tAAAAYAAJ.
[25] http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=9903E0D9123BE63BBC4A52DFBF668382679FDE
[26] http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=9903E2D91F38E63BBC4950DFB6678382679FDE
[27] “How Many Jews Are There?”; http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=9D04E1D7153AE033A25753C1A9649C94689FD7CF

 

     Um eine Aufblähung des Fußnotenapparates zu vermeiden, suche man nach zitierten Artikeln der New York Times unter http://spiderbites.nytimes.com/ sowie http://query.nytimes.com/search/sitesearch/#/*/.

[28] John D. Klier, Russians, Jews, and the Pogroms of 1881-1882, Cambridge University Press, 2011.
[29] Wenn nicht anders angegeben, alle auf S. 1 der New York Times von 1891: “Russia’s War on the Jews”, 6. Sept.; alle “An Indictment of Russia”: 12. & 28. Sept.; 5., 12., 19. & 26. Okt.; 2. (S. 5), 9., 16., 23., 30. Nov.; 7., 14. & 21. Dez.
[30] Herman Bernstein, “Condition of Jews in Russia Worst in Its History”/“Schlimmster Zustand der Juden in Russland in seiner Geschichte”, NYT Magazin, Teil 6, S. SM8
[31] American Jewish Year Book, Bd. 13 (1911-1912), American Jewish Committee, New York 1912; www.ajcarchives.org/main.php?GroupingId=10044
[32] The American Jewish Committee (Hg.), The Jews in the Eastern War Zone, New York 1916, 120 Seiten.
[33] Martin H. Glynn, “The Crucifixion of Jews Must Stop!”, The American Hebrew, 31. Okt. 1919, S. 582.
[34] https://youtu.be/Dda-0Q_XUhk.
[35] “Jews in Russia Flee in Terror from red Rebels”, Chicago Tribune, 20. Juli 1921, S. 3; http://archives.chicagotribune.com/1921/07/20/page/3/.
[36] “The Jewish War Sufferers”, New York Times, 3. Mai 1920, S. 12.
[37] “In Mercy ‘Draw out Thy Soul to the Hungry’”, 4. Dez. 1926.
[38] Felix M. Warburg, Resume of Activities of the Joint Distribution Committee for Lessing J. Rosenwald, 1914-1934, American Jewish Joint Distribution Committee, New York, 21. November 1935.
[39] Louis D. Brandeis, Henry Morgenthau, Jacob H. Schiff, Cyrus L. Sulzberger, Morris Engelman, Fifteen Years of Effort on Behalf of World Jewry, Ference Press, New York 1929, S. 7.
[40] Joseph C. Hyman, Twenty-Five Years of American Aid to Jews Overseas. A Record of the Joint Distribution Committee, American Jewish Joint Distribution Committee, New York 1939, S. 31
[41] Moses A. Leavitt, The JDC Story. Highlights of JDC Activities 1914-1952, American Jewish Joint Distribution Committee, New York 1953, S. 10.
[42] http://chroniclingamerica.loc.gov/
[43] http://query.nytimes.com/search/sitesearch/#/*/
[44] http://archives.chicagotribune.com/
[45] http://winstonsmithministryoftruth.blogspot.com/2012/02/145-references-to-6000000-jews-prior-to.html oder http://goo.gl/h8auqj
[46] https://codoh.com/library/document/5397/
[47] https://ia800308.us.archive.org/28/items/sixsixsix/book.pdf oder https://goo.gl/zJDjsi
[48] https://books.google.com/ngrams/
[49] https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_gegen_Holocaustleugnung
[50] www.HolocaustHandbuecher.com/index.php?page_id=6

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Author(s): Germar Rudolf
Title: Der erste Holocaust: Der verblüffende Ursprung der Sechs-Millionen-Zahl, Dokumentarfilm
Sources: https://www.youtube.com/watch?v=b2O3JuPPrfA http://holocausthandbooks.com/index.php?page_id=6
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Published: 2016-07-21
First posted on CODOH: July 21, 2016, 7:38 a.m.
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